Montag, 26. Mai 2008

Korea, es kann endlich los gehen

So ich sende hiermit mal wieder ein Lebenszeichen aus dem fernen Süd-Korea.

Ich fange einfach mal mit Freitag an:

Mein Gesundheitsstatus hatte sich dramatisch gebessert, meine kleinen Wehwechen waren fast vollständig weg. Also raus auf Koreas Straßen.

Ich habe Hyeongki zuerst zu seiner Uni begleitet, nachdem sein Kurs aber komplett auf koreanisch gehalten wurde und es das Fach Japanisches Schreiben war, riet er mir, die Zeit im Internet zu verbringen, gesagt getan, aber auch das wurde nach einer Weile etwas langweilig, also hab ich die Uni mal erkundet, was gar nicht so leicht ist, denn sie erstreckt sich über eine sehr große Fläche (beherbergt ja auch immerhin mehr als 10000 Studenten).

Nach der Uni, ging es ab nach Seoul, zum Headquarter vom WTF (World Taekwondo Federation), für den Normaltouristen vielleicht etwas langweilig, aber ich fand es sehr spannend, die alte Trainings- und Wettkampfs Halle zu sehen. Um das Gebäude herum gibt es tausend und einen Shop in dem Zubehörsartikel zu kaufen gibt.

Danach sind wir noch so ein bischen durch Seoul gelaufen, in der Stadt wohnen immerhin ein viertel der Bevölkerung Koreas.

Eigentlich wollten wir danach ganz gemütlich nach Hause, da es um 18 Uhr los ging, für einen Kurztrip nach Gyeongju, das im Südosten von Korea liegt. Aber Hyeongki bekam einen Anruf, dass wir nun doch schon um 17 Uhr abgeholt werden, also ab nach Hause um wenigstens 15 Minuten fürs Packen zu verschwenden.

Auf ging es mit zwei Freunden von Hyeongki und seine Frau, Jong Yun und Yun Sun. Die Strecke hört sich mit 330 km recht kurz an, berücksichtigt man aber die Verkehrsbedingungen eines Freitag und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h wurde doch eine 4,5 h Fahrt draus. Aber wir sind gut im Hotel angekommen.

Wir hatten unterwegs bereits gegessen, wobei das Essen gar nicht so schlecht war, aber kaum waren wir im Apartment, packten die vier Lebensmittel aus und es gab Reis mit Soße und Kimchi. Wobei Kimchi ein Art Salat ist der in Gewürzen eingelegt ist (leichte Grundschärfe). Kimchi sollte mir noch öfters über den Weg laufen. Aber die 4 aßen nachts um 22:30 Uhr mit gesundem Appetit, und ich natürlich auch.

Während dem Essen wurde mir immer wieder gesagt, dass ich die Stäbchen recht gut benutzen würde, (Kleinigkeit nach 5 Monaten Hong Kong) und sie auch traditionell halten würde. Dann hab ich da mal genauer nachgefragt und mir wurde gesagt, dass die meisten sich einen „schlampigen“ Stil angewöhnen. Naja damit essen sie trotzdem immer noch besser als ich. Als ich erwähnte das in China der traditionell sei, die linke Hand zu benutzen um die Stäbchen zu halten, schauten mich alle mit großen Augen an, und wir aßen eine Tüte Chips mit Chop Sticks mit der linken Hand (es waren nur Rechtshänder). War sehr lustig, da sich alle doch mehr anstrengen mussten. Also nicht, das mach ich doch mit LINKS.

Die Kommunikation in der Grupp ist übrigens etwas eingeschränkt, da eigentlich nur Hyeongki Englisch spricht, die anderen verstehen es zwar, aber sprechen ist nicht drin. Aber beim trinken versteht man sich ja auch so. Prost bekommt man ja in jeder Sprache hin, und praktischerweise ist es im Koreanischen das gleiche wie im Chinesischen.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Korea die erste

Es war ja wieder klar, dass vor meiner Abreise wieder irgendwas passieren musste. So kam es schließlich auch, pünktlich zur Abreise bekam ich am Abend vorher schön Fieber und Durchfall. Danke an unsere Kantine, die wirklich die schlechteste ist, die es weit und breit gibt.

Naja Augen zu und durch, am nächsten Tag also Tablette eingeworfen und ab zum Flughafen. Meine größte Sorge war, dass Sie mich in Korea nicht einreisen lassen würden. Denn fast jeder asiatische Flughafen hat einen Bereich in dem Ankommende Besucher per Infrarot-Kamera gecheckt werden, ob die Körpertemperatur vom Normalstand abweicht. Diese Maßnahme gibt es seit SARS.

Aber es ging alles gut und nachdem ich auch die meiste Zeit des Fluges geschlafen habe und ich nicht mal meinen in Seat TV nutzen konnte.

Es lief alles ohne Probleme. Hyeongki hat mich auch vom Flughafen abgeholt und somit konnte auch schon gar nichts mehr schief gehen.

Nach einer traditionellen Nacht (Schlafen auf dem Boden mit mehreren Decken) konnte der nächste Tag langsam beginnen. Ich fühlte mich immer noch angematscht, aber wenigstens war das Fieber weg.

Mir wurde Suwon gezeigt, die Stadt in der ich für die nächsten 8 Tage sein werde. Hier befindet sich auch Hwaseong Fortres, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Etwas Kultur muss eben doch sein.

Also ansonsten ist heute eher relaxen angesagt. Morgen geht es weiter. Bilder werden auch die Tage folgen. Spätestens dann wenn ich wieder in HK bin.

Sonntag, 18. Mai 2008

Cake Shop

Ja kaum ist der Klausurenstress vorbei, haben wir auch wieder Zeit den Blog regelmäßig zu pflegen.

Uns ist aufgefallen, dass wir noch nie von unserem Cake Shop in Kowloon City berichtet haben.


Der kleine Cake Shop, ist eine ganz normale Bäckerei, die so unglaublich klein ist, dass man wenn man den Laden betritt eigentlich schon fast in der Backstube steht. Na gut man steht mit der Verkäuferin direkt vor den ganzen Backwaren, aber der laden ist wirklich unglaublich klein.

Diese Verkäuferin ist eigentlich auch Grund des Eintrages.

Ein Teil kostet im Schnitt 3,5 HKD (0,3 €), sollte man aber 3 Teile auf einmal kaufen, bezahlt man nur 10 HKD, spart also eine unglaublich Hohe Summe Geld. Jedes mal wenn man also mal ein neues Teilchen probieren will, und fragt, „What is this?“ „What is inside?“ Bekommt man als erste Antwort: „3 for 10 Dollar“. Aber wirklich jedes mal, und mittlerweile bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die gute Dame uns kennt, da nicht soviele lang Nasen in dem Shop vorbeikommen. Beim zweiten mal fragen erhält man dann auch meistens seine gewünschte Antwort.

Jedoch bleibt es dann auch immer noch ein Ratespiel. Auf die Frage was denn die Füllung des Stückes ein bekam ich als Antwort. „Phich“

Ja was ist denn jetzt das? Gemüse? Was süßes? Obst? Ist das überhaupt Englisch?

Es bedeutet Fisch, die Hong Konger lieben es herzhafte Sachen zum Backen zu verwenden. Würste, Fisch, Hühnchen…

So kam es auch schon vor, dass ich mal etwas gekauft habe, dass wir eine Rosinensemmel aussah und tatsächlich war Tunfisch drin.

Aber das weitere besondere an dem Cake Shop ist, dass er mit einen der besten Eggtarts in Hong Kong verkauft. Egg tart ist, wie der Name schon sagt, ein Ei-Törtchen, eine Mischung aus Ei, Milch, und Blätterteig. Sehr berühmt für Hong Kong.

Schmeckt allerdings nur warm, kalt sind sie nicht zu genießen.

Samstag, 17. Mai 2008

Aus und Vorbei!

So heute um 14 Uhr Hong Kong Zeit, war es so weit, wir haben unsere letzte, wichtigste und beschi**enste Klausur überhaupt geschrieben. Logistik und Supply Chain Management. Der Prof., hatte sich eingebildet, Wissen abzufragen, dass man sich durch mühsames Auswendig lernen aneignenen hätte können. Naja war nicht der Renner, wird warten gespannt was da raus kommt. Lorbeeren werden wir keine gewinnen. Aber wer trägt heutzutage schon noch Lorbeeren?

Das Semester ist um, mein Auslandaufenthalt so gut wie vorbei und Wolf bereitet sich schon auf Singapore vor, und viele Exchange Studenten sind bereits abgereist, oder sind fleißig am packen und Pakete verschicken.

Eigentlich könnten wir den Blog jetzt schließen...

Aber noch haben wir ja ein paar Tage in unseren Wahlheimat. Es ist also viel zu früh um sentimental zu werden. Ich werde am Mittwoch 21. Mai das erste mal Abschied von Hong Kong nehmen, aber anstatt gegen Westen zu fliegen, werde ich weiterziehen nach Osten. Mein letzter Trip in Asien führt mich nach Süd-Korea. Dort werde ich 8 Tage bei einem Freund verbringen. Wolf wird in der Zeit Hong Kong nochmal unsicher machen.
Also es lohnt sich weiterhin dran zu bleiben.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Zwei mal werden wir noch wach...

und dann ist letzter Klausuren Tag.

Ja Morgen und Übermorgen schreiben wir unsere letzten Klausuren, damit hätten wir dann die Uni endgültig abgeschlossen.

Ansonsten ist Dienstag früh Wolfs Familie in Hong Kong gelandet, und unterziehen sich mit ihm einem gnadenlosen Kulturprogramm. Wolf (wir) kenn(t)/en ja mittlerweile doch eine ganze Menge und und somit lässt sich leicht ein Urlaubsprogramm zusammenstellen. Also wer uns als Toursitenguide HK anheuern will...

Die Woche haben wir jedoch auch mit lernen verbracht und mittlerweile reicht es uns wirklich. Wir sind froh wenn die Klausuren rum sind...

Mehr gibt es zur Zeit auch nicht zu berichten. Nach dem Wochenende sollte es wieder mehr zu berichten geben.

Stay tuned!

Dienstag, 13. Mai 2008

Ein Tag in Macau – Eine Magenumdrehende Angelegenheit

Der Titel spiegelt die Erlebnisse des Tages in Macau recht gut wieder. Dies könnte entweder daran liegen, dass die Rückfahrt mit der Fähre eine einzige Berg und Talfahrt war und reihenweise die Fahrgäste zur Spucktüte gegriffen haben und man die Würggeräusche von allen Seiten hören konnte. Oder es hat daran gelegen, dass sich eine deutsche männliche Delegation zum Bunge Springen entschieden hat. Die Delegation bestand aus Anselm, Andi und mir (Bastl).

Aber berichten wir von Anfang an.

Die Idee entstand vor mehreren Wochen aus einer Bierlaune heraus an einen der unzähligen Abenden die wir in Bars verbracht haben. Denn wir hatten gehört, dass einer schon gesprungen war. So fing es dann an „Wenn Du springst, spring ich auch“ – „Ach ja, WENN DU springst….“ Es lebe die Gruppendynamik und der Gruppenzwang.

Nachdem wir zur Zeit auch nichts besseres zu tun haben, als zu lernen und die Abwechslung gerade recht kam, sind war also gestern nach Macau aufgebrochen um uns dort in die Tiefe zu stürzen. Dort befindet sich nämlich der Welthöchste kommerzielle Bunge-Sprung, sage und schreibe 233 Meter (zweihunderdreiunddreißig).

Andi und ich waren noch nie auf dem Tower oben, was zu dem Zeitpunkts des Ticketkaufs auch wohl das beste war, denn die Tickets haben wir unten auf dem Boden gekauft. Ich bin erstmal nach draußen um mit die Landezone anzuschauen, und schaute von unten nach oben und meinte noch, mmh sieht ja gar nicht so hoch aus. Aber schon während der Fahrstuhlfahrt sollte ich diese Aussage bereuen. Es war nämlich ein Glasfahrstuhl der an der Außenkante hochfuhr. Bei Stockwerk 30, fragte ich mich zum ersten mal „Warum hab ich dieses blöde Ticket gekauft?“ Aber 30 da war ich gerade mal auf der halben Höhe, das Ziel war der 61. Stock.

Oben angekommen haben wir Andi gefunden, der mit dem Lied auf dem Lippen „We are flying high“ uns alle verrückt machte. Wobei ich glaube, dass er seine eigene Nervosität überspielen wollte.

Nachdem wir noch 45 Minuten warten mussten, wollten wir uns an die Höhe gewöhnen und schauten aus dem Fenster. Dabei übersah ich erstmal dass ich eigentlich auf Glasboden (ist im Macautower eigentlich alles aus Glas?) lief und bekam einen, naja „Schreck“ als mit Andi sagte, „hey schau mal nach unten“. „Was mache ich hier eigentlich?“ (zweites mal bereuen). Naja hilft ja nichts, Geld gibt es ja eh nicht zurück.

Schließlich ging es dann zum einkleiden.

Alle Sachen aus der Tasche, und ab in den Gurt. Anschließend wiegen und ab in die Wartezone I die noch innerhalb des Towers war. Dort trafen wir einen Nervösen Italiener und einen noch nervöseren Japaner. Wir waren natürlich sowas von cool. Sowas macht man ja auch jeden Tag.

Dann wurde die Reihenfolge der Springe festgelegt, wir wussten es geht nach Gewicht, nachdem Andi und ich die Schwersten waren, fühlten wir uns schon fast auf den sicheren Seite. Bis einer der Mitarbeiter auf uns beide deutete und sagen, „hey guys, you’re first“. Na toll.

Also ab in die Wartezone II die schon draußen war und wir mit Sicherung darauf warteten uns endlich in die Tiefe zu stürzen. Nach und nach kamen auch die anderen, Anselm, der Italiener und der Japaner.

Ein anderer Mitarbeiter erklärte uns den Ablauf vor dem Sprung. Vereinfacht auf Deutsch.

„Ok, ich checke wenn ich euch die Gummihalterung an den Füßen angelegt habe, den Sitz des Gurtes. Danach geht ihr mit kleinen Schritten vor an die Kante, danach ist es ganz einfach, ihr winkt nochmal kurz in die Kamera da drüben und danach zähl ich von 5 bis 1 runter, und bei 1 einfach kippen lassen.“


Hörte sich gar nicht so schwierig an. Wie gesagt Andi sprang als erster, und nachdem das Wort „eins“ langsam verhallte war Andi auch runter gesprungen, kein zögern kein nichts, Anselm und ich waren baff. „Äh der Andi ist einfach so gesprungen“ „Krass“


Schließlich kam auch meine Zeit, sie haben mich nicht vergessen. Fußfessel wurde angelegt, der letzte Sicherheitscheck, und das Kommentar fürs Video, und dann ging es vor zur Planke, in Gänseschritten, wobei man echt bemüht ist, nicht runter zu schauen, weil man die Höhe nicht sehen will, andererseits geht man auf einer 1 Meter breiten Planke mit zusammengebunden Füßen, man sollte doch hinschauen wo man hingeht. Vorne angekommen, schaute ich runter.

„WARUM HABE ICH DIESES BLÖDE TICKET GEKAUFT, UND WAS MACHE ICH EIGENTLICH HIER.“

Ich winkte in die Kamera und dann ging das zählen los:

5 (hey nein, noch nicht anfangen)

4 (oh Mist, er hat angefangen)

3 (er meint es echt ernst)

2 (NEEEEEEIIIINNN)

1 (ich dachte an gar nichts)

Ich hörte die 1, aber es fühlte sich an wie weitere 5 Sekunden bis ich mich zum Sprung durchgerungen hatte, wobei man es nicht wirklich Sprung nennen kann, eher Kippen. Was auch die komische Flugbahn erklärt. Aber seht selbst, ich habe das Video natürlich gekauft.

Der Flug war unbeschreiblich, die ersten 2 Sekunden hat man einen unglaublichen Adrenalin Kick und danach genießt man richtig den freien Fall (7 Sekunden). Das nachschwingen dauert ewig und ich dachte auch erst, die hätten mich am Seil vergessen. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, die ich Kopfüber am Seil hing. Unten klatschten schon irgendwelche Zuschauer, und begrüßten die mutigen Springer.

Nachdem ich auf dem Boden war, hatte ich ein Dauergrinsen von einem zum anderen Ohr. Einfach nur Hammer.

Mein Fazit, obwohl der Sprung nicht günstig war, hat er sich auf alle Fälle gelohnt und wird mir glaub ich ewig in Erinnerung bleiben. Desweiteren hat es mich eine ordentliche Überwindung gekostet obwohl ich schon einen Tandemfallschirmsprung gemacht habe. Es ist nicht zu vergleichen.

Aber nun hier der Sprung.


Freitag, 9. Mai 2008

Klausuren: 2/4 are done

Gestern Abend haben wir die klare Sicht genossen um vond er terrasse im 19. Stock unserer Hall ein paar Bilder gemacht - wir sind zwar etwas außerhalb, dennoch ist das Lichtermeer beeindruckend, auch wenn es auf den Fotos nicht richtig rauskommt:




Heute morgen ging es für uns zur zweiten Klausur - gleiche Location, aber diesmal ging es schon um 9:15 los ...

Was bleibt zu sagen, wir haben uns im Vorfeld mal wieder verrückter gemacht als nötig. Es war zwar recht viel Stoff zum lernen, aber die Klausur lief recht gut. Mittlerweile stellt es auch (fast) kein Problem mehr da, ellenlange Texte in Englisch zu verfassen.

Da heute mal wieder sie Sonne brennt - beim Frühstück um 8:20 hatte man schon Angst sich zu verbrennen, rannten mal wieder zahlreiche Chinesen mit Ihren Schirmen durch die Gegend, um ja nicht zu viel UV Strahlen auf den 100m zwischend en Gebäuden abzubekommen. Wir haben uns zwar an den Anblick gewöhnt, möchten euch aber dennoch den Spaß nicht vorenthalten :)


So, jetzt gibts erstmal gutes DimSum und danach kommen die Haare mal wieder ab ...

Mittwoch, 7. Mai 2008

Klausuren: 1/4 is done

So, heute hat der Ernst begonnen, nachdem die Mid-Terms vor rund zwei Monaten als Gerenalprobe gelten können, haben heute die Abschlussklausuren begonnen.

Begonnen haben wir heute mit World of Business, folgendes besteht uns noch bevor:

9. Mai, 9.15 - 11.15: Asia-Pacific-Economics

16. Mai 9.15 - 11.15: Entrepreneurship & New Venture

17. Mai 9.15 - 11.15: Logistics & Supply Chain Management

Die Klausursäle sehen hier im Vergleich zu unseren etwas anderes aus. Wir sind es gewohnt mit maximal 25 Leuten eine Klausur zu schreiben, hier sind es wohl mindestens 10x so viele :) An den Charm in einer "Sporthalle" die auf Kühlschranktemperatur runtergekühlt ist muss man sich wohl noch gewöhnen.

Dienstag, 6. Mai 2008

Das Olympische Feuer

Das olympische Feuer wurde am 2.5.2008 durch Hong Kong getragen und wir kommen endlich 4 Tage später dazu, darüber zu schreiben.

Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, dieses Spektakel anzuschauen. Wann sieht man sonst die heiligen Flammen?

Die Veranstaltung zu boykottieren haben wir für dämlich gehalten, warum soll ein Sportereignis, auf das sich unzählige Sportler seit Jahren vorbereiten, dazu dienen auf Missstände in einem Land hinzuweisen. Einer unser amerikanischen Freunde hat vom Auswertigen Amt USA (die hatten die Info, dass er in HK ist, wg. den Visa Daten) den Rat bekommen, doch nicht dort hinzugehen, weil es zu Unruhen kommen kann und es gefährlich werden könnte. Denn da Hong Kong seit 1997 eine Sonderverwaltungszone ist, sind hier öffentlich Meinungsäußerungen erlaubt.

Auf alle Fälle haben wir uns Mittags auf den Weg nach Central gemacht. Natürlich hatten wir unsere „Free Tibet“ Shirts und Feuerlöscher dabei, kleiner Witz, wir sahen eher so aus.

Dieser Ballon Hut hat eher dazu geführt, dass ich auf unzähligen Fotos mit irgendwelchen Asiaten gelandet bin und ich auch vom HK-Fernsehen gefilmt wurde, leider hab ich nie Bilder gesehen. Wir standen uns die Beine ewig in den Bauch, und um uns herum wurde es voll und voller. Aber irgendwie hat nur eine kleine Gruppe von Exchange Studenten die ganze Zeit versucht Stimmung zu machen und die Menge mitzuziehen, OHNE ERFOLG. Aber als dann die Flamme kam, wurden wir von allen Übertönt. Alle Chinesen sind in wahre Euphorie ausgebrochen und haben geschrien und gejubelt. Aber als die Fackel 3 Minuten wieder weg war, waren auch alle still und sind nach Hause gegangen.

Wir hatten unseren Spaß und wir können sagen, wir haben die Fackel gesehen, sogar wie das Flamme von einer Fackel auf eine andere übergegangen ist.

Demonstrationen haben wir übrigens nicht gesehen, aber HK ist ja auch kein kleines Dorf und die Fackel zog insgesamt 8h durch unsere Wahlheimat.

Dies war anscheinend ein berühmter Sänger der die Fackel getragen hat, wir kannten Ihn nicht.

Freitag, 2. Mai 2008

Singapur II - Eine schöne Stadt

Nach einer schwülen Nacht (ohne Klimaanlage ging es einfach nicht) starte mein Tag in Singapur. Wobei meine Tage sich alle ähnelten, den Tag über Sightseeing der verschiedenen Stadtviertel. Singapur ist wirklich eine Stadt / ein Staat der durch verschiedene Kulturen und Völkergruppen geprägt wurde. Die stärkste Gruppe sind die Chinesen, gefolgt von den Indern und Malayen und einige Araber sind auch dabei. So sind eben auch die Stadtviertel China Town, Little India und Kampong Glam (Arab Street) entstanden. Gleichzeitig war es auch eine britische Kolonie und hat deswegen noch viele gut erhaltene Kolonialbauten. Aber auch der Business Distrikt wächst weiter.

Man findet alles in Singapur, Kultur, Sightseeing Spots, Shopping, Architektur und auch noch Natur.

Nachdem mir gestern gesagt habe, ich hätte meinen ersten Blog recht negativ geschrieben, möchte ich nochmal deutlich machen, Singapur hat mir wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn es den Ruf eines Polizeistaates hat und Pressefreiheit ein Fremdwort ist.

Wer glaubt Hong Kong sie sauber und es gehe alles mit Recht und Ordnung zu, der sollte sich wirklich Singapur ansehen. Hier ist alles blitz blank geleckt. Die Gebäude sind alle frisch gestrichen.

Der Hauptunterschied zu Hong Kong ist wohl, dass es weniger Hochhäuser gibt, dafür aber sogenannte Shophouses. Unten ein Geschäft und oben zwei Stockwerke mit Wohnraum.

Ich hab in den drei Tagen, wohl unzählige Kilometer zu Fuß zurück gelegt, mit auf dem Singapore River gefahren und habe mit Open Top Doppeldecker Bussen Stadtrundfahrten gemacht. Dennoch habe ich leider nicht alles gesehen. Aber was ich gesehen habe war sehr faszinierend.

Die Menschen die ich getroffen habe, waren alle unglaublich freundlich und haben besser Englisch gesprochen als viele Bewohner Hong Kongs, was wohl einfach daran liegt, dass man sich ja irgendwie verständigen muss wenn man von verschiedenen Kulturen kommt. Indisch und Chinesisch sind eben nicht ähnlich.

Was ich jedoch ein bischen falsch eingeschätzt habe war das Wetter. Ich habe mich natürlich im Internet mit den Wetterbericht angeschaut und war schon etwas enttäuscht, da der für die komplette Zeit Regen, Gewitter und Wolken bei 25° C ankündigte. Ich, Naiv wie ich damals war, hatte ja schon überlegt eine Regenjacke mitzunehmen und habe wohlwollend meine Sonnencreme in Hong Kong gelassen. Wie sollte ich doch daneben liegen. Wie gesagt die erste Nacht hat mich auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht, nachdem ich erst ohne Klimaanlage schlafen wollte, habe ich sie recht schnell eingeschaltet, als ich bei schlappen 27° C und einer Luftfeuchtigkeit weit jenseits der 85% im Liegen am Schienbein schwitze und auch die restlichen Poren des Körpers die Schleusen geöffnet hatten (wobei es mit bis dato unbekannt war, dass man am Schienbein schwitzen kann). Auch die restlichen Tage waren anstatt mit Regen und Wolken durch klaren blauen Himmel und Sonnenschein mit Temperaturen über 30° C geprägt, ach und natürlich die unvorstellbare Luftfeuchtigkeit. Dank der gekauften Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 65!!! (die bleicht wahrscheinlich die Haut nachträglich weiß) habe ich anstatt eines Sonnenbrandes eine gesunde Bräune bekommen.

Meine Fazit über Singapur. Es war für mich auf alle Fälle eine Reise wert, auch wenn es nur 3,5 Tage waren und ich längst nicht alles gesehen habe. Schade das es mit meinem Praktikum in Singapur nicht geklappt hat. Aber ich werde bestimmt nochmal in Singapur vorbeikommen.

Jetzt aber genug geschrieben, jetzt kommen die Bilder.
















Donnerstag, 1. Mai 2008

Singapur - Abenteuer des Ankommens

Singapur ist die winzige Insel die südlich von Malaysia liegt. Sie ist sage und schreibe ca. 42 km breit und 23 km lang. Also wirklich sehr winzig. Desweiteren ist es nach Monaco das Land mit der höchsten Einwohnerzahl / km² der Welt.

Aber nun genug mit dem Hintergrundwissen.

Ich war früh am Flughafen um noch mit Lufthansa meinen Rückflug zu klären. Das erste was ich sah war, dass mein Flug schon erstmal um ne halbe Stunde verschoben wurde. Also erstmal mit Lufthansa fighten warum die mir doch Umbuchungsgebühren berechnen wollen, obwohl ich einmal umbuchen frei hab. Oh Wunder der Stand von Lufthansa war leer (Saftladen). Doch zuerst zum Einchecken. Zurück zu Lufthansa; immer noch keiner da. Also hab ich die mal angerufen, warum sie denn nicht da sind. Im gebrochenen Englisch wurde mir erklärt das gleich jemand da sei. 15 Minute später war auch echt jemand da. Auf einmal konnte ich ohne Probleme meinen Flug ohne extra Kosten umbuchen.

Mittlerweile war die Zeit doch etwas fortgeschritten, es war zu dem Zeitpunkt 10 Minuten vor Boarding Beginn und ich musste noch das Terminal wechseln, durch das Emigration Office und zum richtigen Gate laufen. Also Beine in die Hand genommen und ab durch die Menschenmengen.

Ich kam pünktlich zum Ende der Boarding Time (laut Plan) an und musste feststellen, dass Sie noch nicht mal angefangen haben. Also nochmal 20 Minuten warten.

Der Flug war für den einer Billigflugline eigentlich komfortable, Beinfreiheit ohne Ende, da ich am Notausgang saß und keine Sitznachbarn hatte.

Auch das Einreisen nach Singapur war einfach. Aber danach wurde alles etwas hektisch. Nachdem mein Flug ja doch 1h Verspätung hatte und wir nicht am Terminal parkten sondern auf einer Freifläche und nocht mit dem Bus fahren mussten.

Fragen die mich beschäftigten waren:

Wo fährt denn die MRT in das Citycenter, wie funktioniert das mit den Automaten, wann muss ich umsteigen und wie komme ich zum Hotel. Nach etlichem Irrlaufen durch Singapurs 30° C mit einer Luftfeuchte von 90% kam ich endlich am Hotel an und zwar 15 Minuten bevor meine Reservierung abgelaufen wäre.

Zum Hotel sei noch zu sagen, ich hab wahrscheinlich mit das schlechteste Zimmer bekommen. Meine Mitbewohner waren neben Fred (einer lustigen Zimmerkakerlake, die seit Freitag einen leichten Dachschaden hat, weil ich zwar geschlagen habe aber nicht tödlich getroffen habe) geschätzte 200 Miniameisen die mein Bad und Boden bevölkerten. Im Bett habe ich die Haare des Vorgängers und VorVorgängers gefunden und das Bad war im allgemeinen eine Klo-Dusche in der man auch nocht Zähne putzen konnte. Aber wenigstens die Klimaanlage ging und ein TV war auch vorhanden

Also so schnell wie möglich raus aus dem Hotel und ab nach Little India, denn in dem Stadtteil lag mein Hotel. Aber Bilder sind ja immer besser als Worte. Also seht selbst die ersten Bilder, morgen gibt es mehr...

Hindu - Tempel

Food-Court, unzählige von kleinen 1-Mann Küchen in denen man alles bekommt, von indisch über chinesisch bis zu malayisch und eine Mischung daraus. Sehr zu empfehlen.