Freitag, 8. Februar 2008

Good Bye Pig - Willkommen im Jahr der Ratte

Wir haben unseren Rutsch ins Jahr der Maus / Ratte gut überstanden. Die Stadt war danach wie ausgestorben. Selbst die ganzen Touristenzentren waren wie leergefegt. Keiner wollte uns mehr gefälschte Uhren oder Handtaschen verkaufen. Viele Geschäfte waren geschlossen, dies bedeutete also keinen Konsumstart für uns ins neue Jahr.

Am Abend ging es dann auf die Chinese New Year Parade, und siehe da, die Straßen waren wieder voll, um nicht zu sagen überfüllt und vollgestopft. Was schließlich dazu führte, dass unsere Gruppe sich trennte bzw. getrennt wurde. Aber letztendlich hat jeder einen guten Platz für die Parade bekommen.

Die Parade selber an sich war natürlich sehr asiatisch angehaucht. Wir haben Löwentänze gesehen und Drachen auf Inlineskates. Sowie viele Mäuse und Ratten. Ein Highlight für unsere US-Guys war wohl der Auftritt der Cheerleaders der San Francisco 49er.

Auf der einen Seite fanden wir die Parade interessant und es war mal etwas anderes, auf der anderen Seite kam keine richtige Stimmung auf. Viele standen so wie wir mit Kameras bewaffnet am Straßenrand und haben Fotos gemacht. Aber gejubelt und geschrien haben nur wir (Wofür wir ängstlich Blicke von Chinesen geerntet haben).

Heute Abend geht es zum Feuerwerk. Nachdem jegliche Art von privater Knallerei verboten ist, wird das von Hong Kong organisiert.

Für alle die es noch nicht wissen. Wir brechen morgen für fünf Tage nach Shanghai, Wir freuen uns auf Regen, Schnee und kaltes Wetter. Wir melden uns so schnell wie möglich wieder.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Happy New Year

Eines vorab – die letzten 24 Stunden waren sehr ereignissreich, also stellt euch auf einen längeren Eintrag ein und nehmt euch Zeit zum lesen …

Den gestrigen Abend haben wir, wie bereits angekündigt mit koreanischem Barbeque. Auf jedem Tisch ist eine kleine Feuerstelle eingelassen und man grillt sich sein Fleisch, Fisch, Gemüse selbst welches man sich vorher am Buffet erkämpft hat. In ganz Hong Kong wird das Anstellen (Queuing) ganz groß geschrieben – wenn es dan aber ums Essen geht stürmt die ganze Meute drauf los. Naja – wir haben alles bekommen was wir wollten und sind am Ende aus dem Lokal rausgerollt.

Im Anschluss ging es einmal quer durch HK nach SoHo zu den längsten Rolltreppen der Welt. Beschreiben kann man soetwas nicht – es geht einfach endlos den Berg hoch. Zwischendurch besteht immer mal wieder die Möglichkeit zuzusteign oder sich bei einem der Zahlreichen 7eleven ein Bier zu holen … Ein weiteres Highlight war eine russische Bar in Lan Kwai Fong. Hier kann man bei -20°C Vodka trinken. Den Vodka gönnten wir uns an diesem Abend nicht - dennoch kehrten wir für ein paar Fotos hier ein. Der Clou - jeder erhielt einen Fellmantel um die Kälte etwas erträglicher zu machen.Nach einem kurzen Bier ging es dann mit drei Taxen zurück zur Hall, wo wir noch bis heute morgen halb 6 ein paar Bier geschlürft haben.

Nachdem wir uns heute Morgen dann mit Kopfschmerzen aus dem Bett geschält haben, startete ich mit einer Portion Spaghetti Bolognese als Frühstück in den Tag. Danach ging es dann langsam los zum Flower Market. Zur Abwechslung fuhren wir heute mit dem Bus und nicht mit der MTR – eine kleine Stadtrundfahrt war somit inklusive. In Causeway Bay angekommen wurden wir fast überrannt. Wir sind zwar mittlerweile einiges gewöhnt, was Menschenmassen angeht – aber das hier, war unbeschreiblich. Viele kleine Asiaten, die wie Lemminge durch die Straßen wuselten. Naja, zum Glück sind wir Europäer und überragen alle, sich aus den Augen zu verlieren ist somit fast unmöglich …

Auf dem Victoria Market ging es dann auch nicht besser zu – Menschen, Menschen, Menschen – alle am schreien, schupsen und drücken. Naja, wir hatten unseren Spaß, auch wenn wir etwas von dem Angebot der Blumen enttäuscht waren. Außer Orchideen, Orangenbäumen und sonstigem Unkraut gab es nicht viel zu kaufen.

Den Abend ließen wir dann bei japanischem Abendessen ausklingen und sind zurück in die Hall gefahren. Traditioneller Chinese New Years Eve eben. Im engsten Familienkreis – Bastel & Ich.

Morgen werden wir uns zur Parade begeben. Wer sich schonmal informieren möchte kann sich das Video vom letzten Jahr anschauen oder etwas auf der Discover Hong Kong Homepage rumsurfen.

Wer jetzt denkt - studieren die auch irgendwann? Keine Sorge, zum einen ist hier auf Grund Chinese New Year keine Uni bis ende nächster Woche, zum anderen kümmern wir uns nebenher noch um unsere Assignments.

Dienstag, 5. Februar 2008

10.000 Buddhas

Mit Freude haben wir gestern festgestellt, dass unser Blog immer mehr Fans in Deutschland anzieht. Herr Hildebrandt und seinem Internet Marketing Kurs sei dank, führt Google immer mehr Besucher auf unsere Seite. Wir haben bereits mehrere Anfragen bzgl. Tipps around HK bekommen – selbstverständlich erhält jeder eine Antwort.

Nach einem mit Vorlesungen gefülltem Montag, ging es heute morgen im strömenden Regen in die New Territories zu den 10.000 Buddhas. Es war mal wieder etwas Kultur angesagt.

In Sha Tin angekommen, regnete es so stark, das wir uns erst mal zu IKEA begaben – 12.00 mittags, und im ganzen Laden war gähnende Leere. Warum? Wissen wir nicht … Vielleicht wegen Chinese New Year. Nachdem sich das Wetter draußen etwas beruhigt hatte, ging es als erstes zu PoFukShan - einer riesigen Friedhofsanlage. Zahllose kleine Häuschen, die am Hang angesiedelt waren und alle Urnen beherbergten. Wie konnte es anders sein, gab es eine Rolltreppe, einen Lift und normale Stufen nach oben. Letztere wurden selbstverständlich von keinem Chinesen benutzt. In der Luft hing schon wieder dieser unangenehme Weihrauch, welchen man in jeder heiligen Stätte riecht.

Nach einem kleinen Irrlauf haben wir dann auch den Weg hinauf zum Tempel der 10.000 Buddhas gefunden. Nach einem schweisstreibenden Aufstieg, der von hunderten goldener Buddhas gesäumt war, erreichten wir dann den Tempel. Von hier an lassen wir am besten Bilder sprechen:

Zurück in der Hall, hatten wir ein kleines Projektmeeting für unseren Logistikkurs. Danach ging es, kaum zu glauben, das erste Mal ins Gym. Nach 30 schweißtreibenden Minuten verabschiedete ich mich nach oben um zu duschen. Terminator S. F. ging noch weiter in den Geräteraum um sich zu stählen – ob es was bringt, schauen wir mal ….

Mittlerweile sieht es in unserem Zimmer auch aus, wie im Wäschekeller. Wir haben ein Seil organisiert und (wie alle andere auch) unser Zimmer vertaut. Alle Kleider hängen nun kreuz & quer. Dem Heizlüfter & feuchter Wäsche sei dank, fühlen wir uns nun, zumindest in unserem Zimmer, wie in den Tropen.

Heute Abend werden wir zusammen mit den Schweden, einem Ami, Franzosen und ein paar Deutschen koreanisches Barbecue essen, Sin – eine HK Local – hat einen Tisch für uns reserviert. Bilder und ein ausführlicher Bericht folgen morgen.

Montag, 4. Februar 2008

Hong Kong at night

Gestern (Sonntag) zur deutschen Mittagszeit 12 Uhr, bei uns war es bereits 19 Uhr haben sich Christian, Tobias und ich uns auf den Weg zum Victoria Peak gemacht. Unser Ziel, nachts Hong Kong zu überblicken und dabei die tägliche Lichtershow der Skyline anzuschauen, die immer um 20 Uhr startet. Wolf ist zu Hause geblieben. Streit in Room N1706!? Natürlich nicht, aber wir sind ja kein altes Ehepaar die alles zusammen machen. Entschuldigung an alle ältere Ehepaare die seit Jahren eine glückliche Beziehung führen.

Hoch zum Peak ging es mit der traditionellen Tram die wie in San Francisco an Stahlseilen gezogen wird. Für alle die auch mit der Tram nach oben fahren wollen, und gut zu Fuß sind, gönnt euch den Spaß und bleibt stehen, oder versucht zu mindestens stehen zu bleiben ohne Euch abzustürzen. Ich habe es immerhin so lange geschafft, bis mich fast ein wildgewordener Kinderwagen erschlagen hätte. Zum Glück war dieser leer.

Oben auf der Aussichtplattform angekommen war der Blick bei Nacht überwältigend. Das Geld für die Aussichtsplattform hat sich echt gelohnt. Die Stadt bei Nacht ist einfach beeindruckend und nur schwer in Foto zu fassen oder mit Fotos einzufangen. Ich hab es trotzdem mit meiner Kamera versucht. Seht selbst. Die Lightshow sieht man sich jedoch besser aus Kowloon an.

Auf der Plattform hab ich erstmal einen Deutschen (die sind aber auch überall) kennen gelernt, der gerade auf dem Rückweg von Australien war und dort ein halbes Jahr verbracht hatte.

Auf dem Rückweg kamen wir dann an der Bank of China vorbei. Dies ist das wohl markanteste Gebäude von Hong Kong und aus de Skyline nicht wegzudenken. Genauso wie der IFC.

Samstag, 2. Februar 2008

Chinese New Year Market (Kitsch für alle)

Während in good old Germany die Faschingszeit (jetzt werden mich viele Leser hassen, und mir schreiben, DASS HEISST KARNEVAL) angebrochen ist. Bewältigen wir unseren Unialltag und versuchen die HK Locals und Mainland Chinesen von unserem Stockwerk besser kennen zu lernen. So nutzen wir gestern die Gelegenheit mit diesen auf den Chinese New Year Market im Victoria Park (Causeway Bay) zu fahren. Dort versprach man uns traditionelle Gegenstände für Chinese New Year kaufen zu können.

Also auf zum Markt, mit sieben chinesisch aussehenden Begleitungen. Dort angekommen mussten wir feststellen das Erwartung und Realität nicht im geringsten übereinstimmten. Ich habe eher einen Markt vergleichbar mit dem Toll Wood in München erwartet, aber was wir sahen war ein riesiger betonierter Platz auf dem schnurgerade Gassen gebildet wurden, die links und rechts mit Ständen bzw. Standreihen begrenzt waren. Man durfte auch immer nur in eine Richtung laufen, und konnte immer erst nach bestimmten Abschnitten in eine andere Gasse.

Desweiteren wurde keine traditionellen chinesischen Gegenstände verkauft sondern, Ramsch der untersten Kategorie. Was man bei uns zu Hause als Trostpreis bekommt um es nächstes Jahr großherzig in die Tombula zu geben, wird hier an jeder Ecke verkauft. Aber das Überraschende ist, die Chinesen kaufen das Zeug. Es gab alles, von aufblasbaren Werkzeugen (unser Favorit, das Teppichmesser in XXL) bis zum Kopfkissen in Pink an, das man seinen mp3-Player anschließen kann, findet man alles.

Unsere Begleiter sind auch begeistert Zick Zack über den Markt gelaufen um sich alles anzuschauen. Was blieb uns also anderes übrig als mit den Wölfen zu heulen und „begeistert“ mitzulaufen.

Zu erwähnen sei noch die Marketingstrategie der einzelnen Stände. Wobei jeder Stand die gleich verfolgt. Wir machen soviel Lärm und bieten schreiend unsere Produkte an, bis wir keine mehr haben. Tatsächlich scheint dies hier zu funktionieren. Von wegen gemütliches Schlendern… Auch während man sich die hochwertigen Artikel anschaut (by the way: Ironie verstehen hier die wenigsten) wird man ununterbrochen von der Seite vollgetextet: „Buy it, it’s cheap.“ (ahja richtig, das ist also das Hauptargument warum ich etwas kaufe, GEIZ IST GEIL???) oder „Buy it, it’s a pillow!“ (NEEEINNN, wär mich gar nicht aufgefallen, dass ich mir ein Kissen anschaue). Aber auch folgenden Dialog zwischen Wolf und einer Verkäuferin möchten wir Euch nicht vorenthalten:

V: „Buy it, it’s cheap.“ (Na erkennt ihr es wieder)

W: „No it’s too expensive“

V: „Don’t care about, just buy it“

W: „No, I don’t need it.“

V: “Well just buy it, that you have bought something”

Wer jetzt aber denkt wir hatten keine Spaß, irrt sich gewaltig. Wir haben das beste aus der Situation gemacht und einfach mal ein paar Eindrucke gesammelt. Gleichzeitig haben wir versucht soviel Sachen zu probieren, die hier als Snack verkauft werden. Vom getrocknetem Fisch, der Tote wecken konnte bis zum angeblich süßen Mango bzw. Erdbeer Nachtisch (uns ist danach so schlecht geworden) war fast alles dabei.

Zu unserer aktuellen Wettersituation sei zu sagen, es regnet bei 7°C!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Märkte bis zum abwinken.

So heute war es mal wieder so weit, wir haben uns trotz kaltem Wetters und einer Regenwahrscheinlichkeit von 80 % aus dem Haus getraut, damit wir den treuen Bloglesern zu Hause mal wieder ein paar spannende Berichte aus Hong Kong liefern können.

Es ging also los Richtung Bird Market in Mong Kok, dort soll der größte Vogelmarkt für Ziervögel in Hong Kong sein. Wir trotzten also der Gefahr von Vogelgrippe und haben uns mitten ins Getümmel gewagt. Die wenigsten HK Locals können sich nämlich auf Grund des engen Wohnraumes einen Hund oder Katze leisten und somit liegen Vögel seit Jahren voll im Trend. Aber so beeindruckend war er dann doch nicht, aber wir konnten wieder einen touristischen Punkt auf der Liste abhacken.

Weiter ging es zum Flower Market, um von einem Markt zu anderem zu kommen, muss man nichtmal unbedingt auf der Straße laufen, sondern kann einen der vielen "Skywalks" (wir haben sie gerade so genannt) benutzen.

Auf dem Markt gab es Blumen, Pflanzen und alles was den Grünen Daumen erfreut. Dies ist jedoch nur die kleine Version gewesen sein. Über Chinese Newyear soll in Hong Kong der größte Blumen Markt der Welt sein, den schauen wir uns am Sonntag an.

Danach stand noch ein Markt auf der Liste, der Fish Market, eine ganze Straße in der man Fische kaufen kann, einfach nur Wahnsinn. Wir fanden es recht interessant wie die Fische angepriesen werden.

Man bedenke wir haben eine Außentemperatur von ca. 12°C und Zierfische benötigen ja meistens um die 26°C und die hingen draußen!

Soweit zu unseren heutigen Erlebnissen, der ein oder andere Leser wird vielleicht gemerkt haben, dass wir wohl heute gar nicht in einer Shopping Mall waren. Das stimmt natürlich NICHT. Wie könnten wir wohl einen Tag in der Konsumstadt Nr. 1 nicht in einer Shopping Mall gewesen sein.

Wir, besser gesagt ich habe mir heute einen riesigen Heizlüfter gekauft, Wolf wollte zwar keinen, aber er kann ja jetzt um seine Männlichkeit zu beweisen im Bad schlafen.

Klein aber OHO!

Dienstag, 29. Januar 2008

Schnipp Schnapp - Haare ab

Wie bereits angekündigt ging es heute zum Friseur. Nach kurzer Suche in Tsim Sha Tsui sind wir auch gleich in den erst besten rein gegangen – Salon Red Hair. Das ganze sah auch ganz westlich aus. Nachdem die Mehrheit meinte, ich bräuchte keine Bilder von früher mitzunehmen, habe ich mich drauf verlassen .... Man hing mir zuerst einen Kittel um und steckte mir in den rechten Arm einen Zettel mit allen Anweisungn. Ich wurde dann auch sogleich zum Haarewaschen abgeschoben. Man sitzt nich wie bei uns in einem Stuhl, nein, man wir auf eine Liege auf dem Boden gelegt, um dann von hinten eine Kopfmassage zu bekommen – traumhaft. Jetzt hat sich auch geklärt, weshalb hier jeder rießige Shampoflaschen hat. Ich wurde insgesamt dreimal einshampooniert und wieder abgeschwaschen. Weiter zu Station drei – der Haarschnitt. Ich wurde fragend angechaut und versucht klar zu machen, wie es in etwas sein sollte. Nach zögerlichen Versuchen des Friseurs sagt ich – „shorter“, hiermit nahm die Tragödie ihren Lauf. Ohne weitere Fragen fing er an wild zu schneiden und setzte mit der Haarschneidemaschine an. Unter meinen Achseln bilden sich derweil große Schweißnester die erste Schneiße säumte meine linke Seite, mein Schicksal war besiegelt - Am Ende fand ich heraus, es sind nur 6mm …. Naja, jetzt sehe ich aus wie ein Häftling aus Guantanamo. Aber wächst ja wieder :) Naja, nachdem Haarschnitt ging es ein weiteres Mal zum Waschen um danach die restlichen drei Haare zu föhnen und zu stylen. Jetzt ist die nächsten Tage erstmal frieren angesagt, oder ich kaufe mir eine Mütze. Da nächste Woche Chinese New Year ist, durfte ich einen Aufschlag von 20HK$ zahlen - anscheinen versucht jeder Chinese nächste Woche "hübsch" auszusehen.

Als weiteres Tageshighlight sei zu erwähnen, das wir Flüge nach Shanghai gebucht haben. Vom 9. bis 14. Februar werden wir die Stadt erkunden. Der günstigste Flug war sogar mit Shanghai Airlines – Member von Star Alliance, so werden wir sogar ein paar Milen sammeln.



Ich habe realisiert, was passiert ist ....

Mir bleibt wohl nichts übrig, als zu lächeln - China halt


Super, man sieht die Leberflecken
Der Versuch des Friseurs mir einen Seitenscheitel zu verpassen



Gefangener Nummer: DE35793570