Dienstag, 22. April 2008

Macau - Portugal in Asien

So endlich finden wir Zeit und Muße etwas über unseren Besuch in Macau zu schreiben. Für alle die noch nie etwas über Macau (Macao) gehört haben und sich fragen. Was macht Macau besonders, wo liegt Macau. Hier ein kurzer Überblick.

Macau ist eine ehemalige portugiesische Kolonie die erst 1999 an China zurück gegeben wurde und somit zur zweiten Sonderverwaltungszone wurde. Besetzt wurde sie allerdings schon im 15. Jahrhundert und war hauptsächlich ein Handelshafen.

Heute ist Macau für die Textil- und Feuerwerksindustrie bekannt als Produktionsstandort und als Las Vegas von Asien. In ganz China ist Glückspiel nämlich verboten, nachdem die Chinesen aber aufs Glücksspiel verrückt sind, trifft man zu jeder Tages und Nachtzeit Spieler. In Wirklichkeit hat Macau Las Vegas überholt und macht mittlerweile den höchsten Glücksspielumsatz der Welt. Obwohl Macau selber als Halbinsel geographisch gesehen eher winzig ist.

Wir machten uns also auf Macau zu besichtigen, um uns eine weitere Stadt anzuschauen und natürlich um zu spielen. Begleitet hat uns Carol, die auch schon mit in Beijing war.

Nach Macau kommt man von HK entweder mit der Fähre, mit dem Flugzeug oder dem Hubschrauber. Wir entschieden uns für die Fähre, Fliegen hätte unser Budget gesprengt.

Nach einer Stunde Fahrt, waren wir auch schon am Ziel. Los ging es mit der Sightseeing Tour. Wie immer sagen Bilder mehr als tausend Worte.

Bewaffnet mit Reiseführer und Karte ging es los

Kolonialstil, sowas gibt es in Hong Kong nicht

auch sowas nicht

Keine Wolkenkratzer? Wir sind anderes gewohnt

Die Einkaufsstrasse

Die berühmte St. Pauls Kirche. Ein Wahrzeichen von Macau, von der nur noch die Fasade steht, der Rest wurde bei einem Feuer zerstört

Sicht von der St. Pauls Kirche

Normales Treiben in Macau, wir fühlten uns eher wie im südl. Mittelmeerraum

Der Macau Tower

Nach dem Laufen, beschlossen wir ins Casino zu gehen, während ich verlor nahm Wolf einen ordentlichen Gewinn mit nach Hause. Nachdem die Fähren zurück alle recht früh ausgebucht waren und auch wegen des Taifuns die Fahrplan reduziert wurde, nahem wir eine der letzten Boote nach Hause. Es war eine recht stürmische Überfahrt, und der Kapitän wollte wohl auch nur noch nach Hong Kong denn er legte den Hebel auf den Tisch und gab Vollgas. So erreichten wir nach 45 Minuten den Heimathafen.

Hier noch mehr Bilder aus der Nach bzw. vom Abend.

Die Brücke übe den ganzen Hafen, um den Verkehr um das Zentrum zu leiten

Casino Lisboa

Macau's Fisherman's Wharf

wynn Casino, die schulden mir noch Geld...

Sands Casino (oben)

Fisherman's Wharf and Sands Casino (unten)

Samstag, 19. April 2008

Die Taifun Saison ist eröffnet

Nachdem es gestern in Macau schon recht windig war und wir die ersten Warntafeln auf die niedrigste Taifun Stufe gelesen hatten – dachten wir uns eigentlich nicht sonderlich viel. Die Fährfahrt war zwar etwas ruppiger aber so ist das halt auf dem Meer. Im Eingangsbereich der Hall war dann schon Taifun Warnung Stufe zwei ausgerufen (ab Stufe drei wird das öffentliche Leben eingestellt ….).

Naja, heute Morgen erfuhren wir dann, dass in Macau letzte Nacht nachdem wir abgelegt hatten alles eingestellt wurde, aufgrund zu starkem Wind und Regen.

Wer nähere Infos über unser gemütliches Herbstwetter haben möchte, dem empfehlen wir die Lektüre vom Hong Kong Observatory. Hier sind die aktuellen Warnmeldungen gelistet und es gibt alle Infos rund um Taifune.

By the way, unser Freund heißt "Taifun Neoguri" und ist eigentlich viel zu früh. Normalerweise beginnt die Taifun Saison Anfang Juli ....

Für alle Wissbegierigen noch die Anmerkung: Zyklon, Taifun und Hurrikan ist alles das gleiche. Der Name gibt nur wieder in welchem teil der Erde der Wirbelsturm auftritt.

Shek O - Eine kleine Oase in Hong Kong

Vergangenen Mittwoch nach unserer Logistikvorlesung machten wir uns gegen Mittag auf um unseren ersten richtigen Strand Tag in Shek O zu verbringen.

Um die unter Hong Kongern beliebteste Bucht zu erreichen hieß es allerdings erstmal 45min MTR und nochmal 30min Bus fahren – was nimmt man nicht alles auf sich um das begehrte Nass zu erfahren.In Shek O angekommen, fühlten wir uns wie irgendwo in Süd Europa. Weit & breit keine roten Taxis, kein Lärm, keine Hochhäuser, ein kleiner Golfplatz und eine ruhige Bucht mit Blick auf das Meer. Einfach traumhaft. Eine Oase der Ruhe inmitten des geschäftigen Hong Kongs.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das Örtchen haben wir uns dann auch gleich an den Strand begeben.

Aber stop – wir hatten keinen Sonnenschirm … Naja, wir sind in Hong Kong, hier gibt es für alles eine Geschäftsidee. Wir standen keine 5min am Meer, kam schon eine Chinesin angeeilt und fragt pb wir Liegestühle & einen Schirm mieten möchten. Wir entschieden uns kurzerhand für den Schirm und gegen die Stühle. Der Tag war gerettet und wir verliesen ohne Sonnenbrand aber mit einer netten Bräune gegen Abend wieder den Strand.

Auf dem Rückweg genossen wir mal wieder vorzügliches Sushi um dann am Abend platt ins Bett zu fallen. Davor hieß es allerdings mal wieder sich durch mit den Menschenmasse in der MTR treiben zu lassen ... Hong Kong Live eben

Mittwoch, 16. April 2008

Es war Alain Robert, hier die Pressemitteilung


Französischer "Spiderman" auf Hongkonger Hotel festgenommen

Hongkong (AFP) — Der französische Fassadenkletterer Alain Robert hat es wieder einmal mit der Polizei zu tun bekommen: Mehrere Beamte nahmen den als "französischen Spiderman" bekannten Kletterer fest, als er mit bloßen Händen auf das Dach des Hotels Vierjahreszeiten in Hongkong geklettert war. "Ich bin auf das Gebäude geklettert, um auf das Problem der Erderwärmung aufmerksam zu machen", sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Auf seinem T-Shirt machte er Werbung für seine Organisation "Die Lösung ist einfach" (www.thesolutionsissimple.org).

Die Hongkonger Polizei ließ den Franzosen nach kurzer Zeit wieder frei. Robert war im Sommer aus China ausgewiesen worden, nachdem er ohne Genehmigung auf das höchste Gebäude des Landes geklettert war, den 430 Meter hohen Jinmao-Turm in Shanghai. Im September bekam der Franzose in Russland Ärger, als er mit bloßen Händen auf den 242 Meter hohen Föderationsturm Nord in Moskau kletterte.

Robert begann seine Karriere als Fassadenkletterer 1994 und erklomm seitdem dutzende Wolkenkratzer und Sehenswürdigkeiten in aller Welt, darunter den 443 Meter hohen Sears Tower in Chicago und den 324 Meter hohen Eiffelturm in Paris.

Dienstag, 15. April 2008

Mal was nicht ganz Alltägliches

„Warum schauen die alle hoch, was ist denn da?“

„Keine Ahnung, die tun wahrscheinlich nur so, als wenn da was wäre. Lass uns weiter gehen.“

300 Meter später

„Schau mal die gucken doch alle in die gleiche Richtung, nach oben!“

„Ja, irgendwas muss da sein, aber ich seh nichts.“

„Ahh, schau mal da, da klettert einer!!!!“

Dieser kleine Dialog, spielte sich zwischen zwei Deutschen ab, die Ihr Auslandssemester in Hong Kong verbringen und mal wieder in Central, in der Nähe vom IFC unterwegs waren. Richtig es war unser Dialog.


Wir haben wirklich nach genaueren hinsehen, naja sagen wir mal Wolf hat nach genauerem hinsehen, einen Kletterer am Four Seasons Hotel Tower entdeckt. Die rote Hose des Typen war letzendlich die Signalfarbe. Ich vermutete gleich den französischen Extremkletterer Alain Robert, der auch die menschliche Spinne oder auch Spiderman genannt wird und bekannt dafür ist Häuserfassaden ohne Sicherung und ohne Schutz zu erklimmen.

Später fanden wir im Internet, dass Alain Robert, wohl gestern in HK angekommen ist um hier sein neuestes Buch zu promoten. Wahrscheinlich hat der die Gelegenheit gleich genutzt. Für gewöhnlich enden alle seine Kletterpartien mit der Verhaftung auf dem Dach des Gebäudes. Auch in HK war ein deutliches Polizei Aufgebot vorhanden. Also wir vermuten stark, dass es Alain Robert war, schließlich hat der auch fast immer ne rote Hose an, würden uns aber freuen wenn es jemand verifiziert. Schließlich wollen wir in Zukunft den Dialog zu gestalten können.

„„Warum schauen die alle hoch, was ist denn da?“

„Keine Ahnung, wahrscheinlich ist es Alain Robert, der französische Extremkletterer, den haben wir damals 2008 in Hong Kong schon Live in Aktion erlebt. Wusstest du übrigens, dass seine Touren immer mit einer Verhaftung enden?"

Für alle die mehr über Alain Robert erfahren wollen. (Dauert 7 Minuten)






Montag, 14. April 2008

So dies und das...

So heute hatten wir mal wieder eine Präsentation, wieder ein Assignment weg, im Gegenteil zu unserem ersten war es diesmal ein Kinderspiel, alles zu koordinieren. Naja wir waren auch nur 5 Internationals anstatt 14 Studenten von denen 10 chinesisch / HK Locals waren. So schön kann es sein.

Heute morgen war es jedoch zum erstmal zu weit, dass ich mir den Magen verdorben habe. Kleiner Tipp, esst niemals bei Cafe der Coral, einer Hong Kong Fastfood Chain, die angeblich kantonesisches Essen verkauft. So lag ich also mit Magenkrämpfen erstmal flach. Aber mittleiweile ist alles wieder bestens. Die Guten Iberogast Tropfen haben dann doch geholfen. Obwohl ich die eigentlich gar nicht mitnehmen wollte.

Hier noch ein kurz update, über meine Marienkäfer Punkte am Rücken.

Ist vielleicht nicht ganz so gut zu erkennen, aber die Flecken sind größer als die Kreise, es ist ein schöner blau Schimmer entstanden. Das Tolle daran ist, dass die Flecken so wie blaue Flecken etwas druckempfindlich sind. Ich kann es echt jedem nur empfehlen mal auszuprobieren, einfach super.

Wolf schluckt weiter seinen Drogencocktail, jedoch ist er sich nicht so sicher ob jeden Komponente auch wirklich den versprochenen Erfolg bringt.

Aber ansonsten geht es uns gut.

Samstag, 12. April 2008

Tag der Entspannung

Heute Nachmittag hatten wir einfach die Nase voll, immer nur Tippen, arbeiten und lernen, dafür sind wir nicht nach Hong Kong gekommen. Wolf hatte ja euch schon von den verschärften Ausgabebedingungen für die China Visa erzählt. Also haben wir beschlossen unsers nochmal zu nutzen und einen relaxten Spät-Nachmittag bzw. Abend im SPA zu verbringen.

Ein bisschen Sauna, Whirlpool, Obst essen, sitzen, dösen, Kaffe trinken und eben auch massieren lassen. Während Wolf eine Aromamassage genoss und jetzt immer noch Rose duftet beschloss ich mir von einem chinesischen Therapeuten eine echte Massage zu verpassen und nicht so eine Streicheleinheit wie sonst immer. Und siehe da, es war keine Frau sondern ein Mann. Und der hat nach aller Regel der Kunst zugedrückt. Ich wäre fast zweimal von der Liege gesprungen. Anschließend kam ich noch in den Genuss des Schröpfens. So sehe ich also jetzt auch, bin ja mal gespannt wie lange das anhält und welche Farben sie annehmen.

Preisfrage:

An welcher Stelle hat er das Glass nicht richtig gesetzt?

Freitag, 11. April 2008

Mit Kanonen auf Spatzen …

das scheint diesmal die Devise zu sein. Wie mittlerweile jeder weiß, kämpfe ich seit einer Woche mit den Stichen an meinen Beinen. Nunja – nachdem sich die Pusteln mittlerweile entzündet haben und sich weiße Punkte in den Stichen gebildet haben, bin ich dann mal besser zum Arzt gegangen. Meine Hoffnung war, dass ich zumindest mal rausfinde, was mich da beißt. Pustekuchen – der Arzt hatte keine Ahnung, war nur erschrocken von den Stichen und verschrieb mir zahlreiche Medikamente. Unter anderem Antibiotika … Jetzt sitze ich hier, kann kein Bier trinken, kann keine Milch trinken und darf kein Milcheis essen!!!! Und das für die nächsten 5 Tage - Irgendwie langweilig, oder?

Die verschriebene Creme scheint aber etwas zu wirken, die Stiche werden etwas heller. Produkt Nummer drei, Pillen gegen das Jucken habe ich noch nicht ausprobiert. Ein Erfahrungsbericht folgt aber nach der ersten Einnahme.

By the way: Der Besuch beim Arzt inkl. Der kompletten Medikamenten Box hat mich exakt 2,- € gekostet. Wozu bitte habe ich eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen?

Sai Kung

So endlich haben wir etwas Zeit gefunden hier mal wieder rein zu schauen. Nachdem unser Internet jetzt auch wieder geht und die Gruppenarbeiten alle im fortgeschrittenen Entstehungsprozess sind und es tatsächlich mal ohne Zuckerbrot und Peitsche läuft, haben wir beschlossen mal wieder unseren Blog zu aktualisieren.

Also drehen wir dir Zeit zurück…

Wir schreiben Dienstag Nachmittag, es war mal wieder gerade eine Gruppen Meeting um und Andi, Wolf und ich beschlossen dem Lagerkoller zu entgehen und sind nach Sai Kung gefahren, einem Fischerdorf in den New Territories. Die Anreise war mal wieder ein Abenteuer für sich, wir fuhren wieder mit einem Mini Bus und diese sind mittlerweile dafür bekannt, dass sie wie Sau durch Hong Kong heizen.

Dort angekommen genossen wir den Sonnenschein, und beobachteten im Hafen wie die Händler auf kleinen Booten ihren lebenden Fisch hielten und auf Bedarf den ein oder anderen in seine Einzelteile zerlegten. Wohl gemerkt waren zwischen Kunden und Verkäufer ein Höhenunterschied von 4 Metern. Aber wofür gibt es Kescher mit 5 Meter Stielen? Auf diese Weise wurde Geld und Fisch getauscht.

Ansonsten war die Gegen sehr Kontrastreich, während an der Promenade Fischrestaurants um die Kundschaft prügeln und wohl ein inoffizieller Wettbewerb ausgebrochen ist wer das größte Aquarium hat, ist die nächste Parallelstraße schon weniger bevölkert und eher ärmlich anzusehen. Dort sah man Räume in denen geschlafen gearbeitet und gekocht wurde und gleichzeitig von 4 Lauten bewohnt wurde. Zwei Straßen weiter entstand aber schon das neue Multimedia Zentrum von Sai Kung.

Anschließend waren wir noch Fischessen, was für eine Schweinerei. Nachdem mich ein Scampi vollgesaut hat, weil er beschloss sich für sein Ableben zu rächen und seinen Darminhalt über meine Hose zu verteilen war eh alles egal und es wurde weniger auf Tischmanieren geachtet, aber damit passten wir hervorragend zu unseren Tischnachbarn. Aber unglaublich lecker und interessant. Aber frittiertes Krabbenfleisch können wir nicht empfehlen.

Das ist eine Herausforderung, sowas nur mit Stäbchen zu essen.

Mittwoch, 9. April 2008

China verschärft die Visa bestimmungen

So, am 22. April läuft unser Multiplex Visum für China ab und was macht die chinesische Regierung als Reaktion auf die ganzen Proteste - sie verschärf die Visabetsimmungen dahingehend das keine Visa zum Mehrfachen Eintritt ins Reich der Mitte mehr ausgegeben werden. Dazu kommt, das an der Grenze zu Shenzhen keine Tagesvisa mehr ausgegeben werden - die Beantragung des Visums geht nun auch nicht mehr innerhalb von 24 Stunden sondern dauert mehrere Tage. Als letzter Knaller wurden die Preise alle in etwa verdoppelt, sodass ein Visum für den einfachen Eintritt nach China nun rund 60,- € kostet.

Schauen wir mal, wo das ganze endet. Gut für vielreisende Geschäftsleute kann diese Prxis jedenfalls nicht sein!
Mehr Infos dazu findet ihr hier bei Spiegel Online oder bei unseren Schweizer Freunden ...

Über Bilder von unserem Besuch in Sai Kung müsst Ihr euch noch etwas gedulden :P Wer den Status von meinem Skype verfolgt weiß wieso - wir werden im Moment mit Assignments & Vrträgen zugeballert das wir icht mehr wissen wo oben und unten ist!

Morgen Abend kommen wir dann hoffentlich dazu. Die Frage ist, ob ich dann den Text noh schreiben kann. Aus unerfundlichen Gründen hat sich der Buchstabe "N" dazu entschlossen nicht mehr auf meinem Keyboard zu bleiben - nach jedem Pressen muss ich die verflixte Taste wieder neu einhängen - ich weiß wieso BenQ pleite gegangen ist!!!

Grüße aus dem subtropischen Hong Kong - danke an denjenigend er die Klimaanlage erfunden hat :)

Dienstag, 8. April 2008

Stiche die zweite ...

So, nachdem ich heute fleißig gecremt habe sehen meine Beine nun so aus:

Um weitere Tipps zur Schadenlinderung bitte ich euch!

Ein Update über unseren heutigen Ausflug folgt noch ...

Diese Mücken ...

Hier wird es wärmer & wärmer und somit kommen auch mehr und mehr kleine Tierchen zur Welt ... Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen. Nach ein paar Bierchen im Park und Nächten mit offenen Fenstern sehen meine Beine nun so aus:

Dank meinem affenartigen Haarwuchs und mangelnden Kenntnissen in der Benutzung einer Digitalkamera erkennt man nicht den vollen Umfangdes Schadens. Bastl hat es bis jetzt noch nicht so sehr erwischt - schauen wir mal, wann ich ausgesaugt bin und er dran glauben darf.

Es hört einfach nicht auf zu jucken und anstatt das sich die Pusteln verflüchtigen scheint es, das es mehr & mehr werden. Ich hab mir jetzt versucht ein angebliches Wundermittel zu besorgen - bis jetzt hat es noch nicht sehr viel Besserung gebracht.

By the way: Unser Logistics Assignment ist nun fast vertig, obwohl immernoch ein Part fehlt - aber das übergehen wir jetzt mal gewissentlich. Der nächste Knaller steht nämlich schon vor der Tür. Unser Dozent in New Venture & Entrepreneurship hat kurzerhand beschlossen die Präsentation der Business Idea um eine Woche (auf kommenden Montag) vorzuziehen. Jetzt geht das Gerenne im nächsten Fach los - glücklicherweise ist nur EIN chinesischer Mitstudent in unserer Gruppe :)

Im Moment überlegen wir mit Covey einen Deal zu machen und sein Buch "7 Habbits for Highly Effectiv People" im großen Stil in Asien zu vertreiben - besonders das Kapitel "Be Proactiv" würde hier so manch einem eine Lehre sein.

Wir stempeln das ganze hier mal als "Kulturelle Unterschiede" ab.

Aber nun schluss damit - wir wünschen euch in Deutschland einen erfolgreichen Start in den neuen Tag und dem Rest in den USA/Kanada eine geruhsame Nacht.

Stay tuned!

Nein wir regen uns nicht auf....

Kleiner Zusatz, zu der Gruppenarbeit. Es ist mittlweile 20 Minuten vor 1 Uhr, was hier in HK nichts neues ist. Allerdings haben wir immer noch nicht alle Teile (Word und Powerpoint) unseres Assignments zusammen. Wir stellen gerade fest, dass Teile doppelt gemacht worden sind und andere dafür gar nicht. Spitze, zum Glück haben wir ja keine Aufgabenverteilung gemacht.

Naja jetzt schreiben wir die letzten mails, machen ein paar Leuten Beine und werden dann ins Bett gehen. Ach Du schöne Gruppenarbeit...

DIE KÖNNEN NICHTS!

Wir sind beide etwas sauer gerade.

Montag, 7. April 2008

Sonne Sonne Sonne

Nachdem wir regelmäßig das Wetter in Deutschland checken, müssen wir euch sagen. Darum beneiden wir Euch gar nicht. Während hier sonnige 30° C herrschen scheint bei Euch wohl gerade der Winter zurück zu kommen. Da liest man, Gewitter, Schnee, Regen, Bewölkt etc.

Die Sonne ist hier unglaublich stark, man bekommt nach 15 - 20 min während der Mittagszeit einen leichten Sonnenbrand (natürlich nur, wenn man ein bleicher Westler ist und sich nicht einschmiert)

Gestern haben wir noch einen Artikel über Hong Kong im jetzt-Magazin der SZ gefunden. Der trifft den Nagel auf den Kopf. Genauso ist es hier.

Gruppenarbeit auf chinesisch

Zur Zeit werden langsam unsere Gruppenarbeiten in den Kursen fällig, dafür wurde wir am Anfang des Semesters in Gruppen gesteckt bzw. haben wir welche gebildet. Teilweise haben wir reine Austauschstudentengruppen auf der anderen Seite sind wir aber auch mit Chinesen zusammen in der Gruppe.

Leider mussten wir feststellen das die Arbeitsmoral, Effizienz und Proaktivität der Chinesen recht gering ist, wenn sie sogar nicht gegen null geht. Ein Assignment wird am Mittwoch fällig. Wir (die EUFH’ler) haben rechtzeitig Aufgaben verteilt und unser Teil ist auch schon seit einer Woche fertig, aber die anderen haben wohl noch nicht mal angefangen. Eigentlich wollten wir beide dieses Assignment nicht Layouten und zusammen stellen, aber uns bleibt wohl gar nichts anderes übrig, weil, so hart es kling, die Chinesen keine Ahnung von sowas haben.

Aber um den Teilen nicht hinterher zu laufen, haben wir jetzt erstmal eine Deadline gesetzt und angekündigt, wer es nicht rechtzeitig schafft, muss selber layouten. Naja wir warten gespannt, da wir bis jetzt noch kein richtiges Feedback bekommen haben, wir haben zwar von einer Teilgruppe ein Word Dokument bekommen, dies aber mit dem Kommentar „please write in full sentences“ wieder zurück geschickt.

Desweiteren ist die Präsentationstechnik der Chinesen zum davon laufen. Da wird 1 zu 1 von der Folie abgelesen, oder einfach Auswendig aufgesagt, und zwar so schlecht, dass man es schon am ersten Satz gemerkt hat. Wir haben uns dann gefragt, wie das bei denen später einmal im Beruf wird. Generell machen sie sich keine Sorgen darum einen Job zu bekommen, und fangen auch recht spät mit der Job Suche an. Wir warten gespannt wie sich diese Gruppenarbeit bis Mittwoch entwickelt.

Samstag, 5. April 2008

Tai O – „Venedig Hong Kongs“

Während Bastl sich gestern auf Lamma Island rumtrieb machte ich mich nach Tai O auf Lantau Island auf. Zuvor startete ich den Tag aber erstmal mit ausgiebigem Dim Sum in Mong Kok.

Danach ging es dann mit der MTR nach Lantau Island um von dort nochmal eine knappe Stunde lang im Bus Berge hoch & runter zu fahren. Das Interessante dabei die letzten beiden Reihen im Bus waren leer, wobei sich vorne alles drückte. Anfangs dachte ich noch – die spinnen die Chinesen, nach knappen 10 Minuten wusste ich wieso - die Fahrt war so kurvig & die Straße so schlecht das wohl jedem schlecht wird, der längere Zeit dort sitzen muss. Während der ganzen Fahrt fühlte man sich nicht wie in Hong Kong sondern eher wie irgendwo im Dschungel: Wälder, Strände und das Meer soweit das Auge reicht.

Angekommen in Tai O wurde ich erstmal von Menschenmassen erschlagen. Es schien jeder will nur noch zurück. Eine hunderte von Metern lange Menschenschlange für den Bus zurück nach HK zog sich durch den Ankunftspark.

Nichtsdesto trotz – Auf in den Kampf. Es war wohl das erste Mal seit der Ankunft in HK das ich mich wie in China & nicht wie in HK fühlte. Die Häuser waren zusammengenagelte Blechwände und alles machte einen improvisierten Eindruck – sowas kennt man o Rest von HK gar nicht.

So werden in HK Waffeln gemacht

Das eigentlich Highlight von Tai O ist allerdings, dass das Dorf auf Stelzen gebaut ist und deshalb das Venedig von Hong Kong genannt wird. Naja – ich zweifel das der Namensgeber jemals in Venedig war. Es gibt in Tai O ganze zwei Brücken und auch der Rest scheint nur zum Teil auf Stelzen zu stehen … chinesisches Marketing eben.

Das absolute Highlight war allerdings eine Bootsfahrt zu einem Hot Spot um chinesische Delphine zu sehen – ja es gibt chinesische Delphine. Das besondere daran sie sind nicht grau sondern rosa (und nein, sie sind nicht schwul …). Im Vorfeld hieß es, man kann nur an ganz wenigen Tagen die Tiere sehen – dank Bestellung beim Universum hatten wir das Glück zahlreiche Delphine beim Spielen anzutreffen.

Naja, man sieht zwar keine Delphine auf dem Foto, aber dennoch ein Eindruch vom Wasser aus

Gegen Abend ging es dann back to Hall …Ein schöner Tag war vorbei!

Der heutige Tag steht mal wieder ganz im Zeichen von Assignments. Am Mittwoch ist die nächste Deadline für unser Logistik Assignment – unser Part ist soweit fertig, schauen wir mal wie es bei unseren asiatischem Mitstudenten aussieht. Lassen wir uns überraschen.

Nun sind wir fast auf den Tag genau 3 Monate in HK und ihr habt unsere Seite über 4000mal aufgerufen - wir bedanken uns beie euch allen für das Interesse!

Freitag, 4. April 2008

Lamma Island

Heute war wieder einmal ein Touristentag, ich habe meine To Do Liste ausgepackt und beschlossen nach Lamma Island zu fahren.

Lamma Island ist nach Lantau und Honkong Island die größte Insel Hong Kongs und ist Autofrei. Umso verwunderlicher ist es, dass ich folgendes Schild dort gefunden habe.

Auf der Straße, solange man es Straße nennen kann, waren eh nur Touristen und Einheimische unterwegs, heute war nämlich Public Holiday und somit super voll.

Ich bin mit der Fähre von Hong Kong Island Central in den Norden von Lamma nach Yung Shue Wan gefahren. Von dort startete der Wanderpfad einmal über die ganze Insel nach Süden. Auf dem Weg lagen zwei Strände wobei ich gleich beim ersten Strandaufenthalt einen schönen Sonnenbrand inklusive Sonnenallergie (wie ich gerade beim Schreiben festgestellt habe)bekommen habe. Aber zu dem Zeitpunkt des sonnens war ich mit dem Platz sehr zufrieden, schöne Küsten, fast lehre Strände und ein einsames Kraftwerk… das passt zwar nicht so wirklich dorthin, aber irgendwie brauchen die Menschen ja auch Strom.

Der Wanderweg, der übrigens voll betoniert war, schlängelte sich dann am zweiten Strand vorbei, bei dem keine Menschenseele war. Kein Wunder wenn die alles verbieten was am Strand Spaß macht.

Nach 1,5 h bin ich dann auch in Sok Kwu Wan angekommen, das berühmt für seine Fischlokale ist. Vor vielen Restaurants steht eine Aquariensammlung in der alles mögliche schwimmt. Jedoch werden gute Menüvorschläge erst ab einer Personenzahl von vier gemacht. Also fiel der kulinarische Teil heute mal weg und die Wanderung konnte fortgesetzt werden.

Als ich denn vorgeschriebenen Weg einmal verlassen wollte, wurde ich gleich von irgendwelchen Straßenhunden verfolgt. Zum Glück war es nur ein kleiner Wadenbeißer. Nachdem ich ihm aber einen Heimvorteil zugestehen musste und das Gelände sehr abschüssig war, zog ich es vor zu gehen (man könnte es auch rennen nennen) und ihm sein Revier zu lassen. Seine Kumpels hab ich dann später auf dem Friedhof wieder getroffen, die sich dort wohl von Essensopfergaben ernähren. Die hatten jedoch kein Interesse an mir.

Ansonsten hat mir Lamma Island aber gut gefallen und fürs Fisch-Essen werde ich bestimmt nochmal zurück kommen. Hier noch ein paar Landschaftsaufnahmen. Es lag mal wieder der Hong Kong typische Nebel in der Luft. Aber lasst Euch sagen, auch bei so einem Wetter kann man in den Subtropen Sonnenbrand bekommen…

Donnerstag, 3. April 2008

zhēn jiǔ (針灸)

Das chinesische Wort zhēn jiǔ (針灸) besteht aus zwei Wortteilen, was übersetzt „Brennen und Stechen“ bedeutet. In deutsch sagen wir dazu einfach Akupunktur. Ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen, dies im Ursprungsland auszuprobieren. Dank alter Leiden am Rücken, beschloss ich also mich mal als Nadelkissen zu verkleiden.
Ich bin wieder zum meiner Stammklinik gegangen, die Dame an der Rezeption erkannte mich auch gleich wieder und ich musste nur meine Club-Member-Karte“ vorlegen und einen Termin vereinbaren. Zwei Tage später ging es mit Verstärkung von Sin, einer HK Local, wieder zum Termin. Vorher hatte ich Ihr meine Geschichte erzählt, und im Sprechstundenzimmer angekommen, hatte ich eh das Gefühl nur Begleitung zu sein, da wurde munter drauf los geredet und ab und zu mal auf mich gedeutet.Kurz darauf wurde mein Puls an der linken und rechten Hand gemessen und schließlich nochmal meine Zunge begutachtet. Dann konnte es endlich los gehen.

Also Hose runter und ab auf die Liege. Leichtes abklopfen der Stellen und dann kamen auch schon die Nadeln, das stechen merkt man ganz kurz und dann wird an der Nadel so lange rumgewackelt bis der gewünschte Punkt richtig getroffen ist und sich ein dumpfes Gefühl an der Stelle breit macht.

An die Nadeln selber wurde bei mir noch Strom angeschlossen und dann lang ich da eine halbe Stunde. Ich bin ja mal gespannt ob es was bringt, aber dazu muss ich mindestens 5x hingehen…