Montag, 24. März 2008

Beijing - Die Erste

Montag 17. März

Heute war der große Tag – zuerst ein Mid-Term und danach nach Shenzhen zum Flughafen. Damit ging das Problem auch schon los, das Mid-Term war für die Zeit von 15:00 bis 16:00 Uhr angesetzt un der Flug ging um 17:55 in China ab, das hieß 115min um zum Bahnhof zu kommen, zur Grenze zu fahren, aus Hong Kong auszureisen in China einzureisen und weiter zum Flughafen. Zum Glück zeigte sich unser Dozent (Kwok der Bruchökonom) sehr kooperationsbereit und wir durften 30min früher anfangen. Also Ende gut, alles gut. Wir kamen pünktlich am Flughafen an und die Reise ging los.

Die Konstellation bestand am ersten Tag aus Bastl, mir, Iris (Deutsch) und Carol (chinesisch) am Dienstag folgte dann noch Anselm – ebenfalls aus Deutschland. Dank Carol waren wir alle im Zugzwang englisch zu sprechen – somit verlernten wir unser Englisch in der Woche auch nicht …

Nach drei Stunden Flug (ich hab mal wieder geschlafen) landeten wir in der Olympiastadt Beijing, mit dem Bus gings dann auch gleich in Richtung Stadtzentrum weiter. Spätestens hier stellte es sich als rießen Erleichterung heraus einen Native-Speaker dabei zu haben. Den restlichen Weg mussten wir mit dem Taxi fortsetzen. Das Hostel hatte uns mitgeteilt das das Taxi maximal 10 RMB (=weniger als 1,-€) kostet – der Taxifahrer zockte uns ab und wir mussten 50RMB bezahlen, da er sich weigerte das Taxameter anzumachen und uns nur für einen Fixpreis fahren wollte – willkommen in China J Kurz vor Mitternacht erreichten wir dann heil unser kleines Hostel. Die Lage war super, sehr zentral. Der einzige Knackpunkt waren die benachbarten „Spa“ …. Wobei man unter einem Spa in Beijing eher ein Puff versteht, in den folgenden Abenden wurden uns auf dem Weg zum Hostel immer wieder nette Frauen jeder Kultur für Massagen jeglicher Körperteile versprochen – wir lehnten jeden Abend dankend ab.

Unser Zimmer für die ersten drei Tage war ein Traum. Alles neu eingerichtet, Fernseher, ein blitze blankes Bad – was wünscht man sich als Back-Packer mehr? Dazu gab es eine gemütliche Bar in der wir auch gleich bis halb drei versackt sind.

Dienstag 17.März

Den Tag starteten wir mit dem besten Frühstück seit unserer Abreise aus Deutschland. Wir hatten die freie Wahl aus Englischem-, Amerikanischem-, Europäischem-, Schweizer-, Franzöischem etc Frühstück. Dazu gab es Kaffee wie von Starbucks. Außer der Tatsache dass wir über eine halbe Stunde auf die Betellung warteten muss sich die Hostelküche nicht hinter einem Hotel verstecken. Die Wahl stellte sich als super Glücksgriff heraus. Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum (alten & neuen) Sommerpalast. Vor der Tür traf uns aber erstmal der Schlag. Die ganze Luft war eingetrübt. Zuerst sind wir von Smog ausgegangen, später stellte sich das ganze als Sandsturm heraus der über Beijing hinwegfegte. Näheres dazu gibts hier. 13°C und eine eingetrübte Sicht konnten uns heute – dank Winterjacke und verlorenem Kälteempfindnis in Shanghai - nicht die Lust verderben.

Die ersten Versuche mit der Subway von Beijing stellten sich als unproblematisch heraus. Dank jeglicher fehlender Technik plagten wir uns auch nicht mit irgendwelchen Automaten rum – egal wo man hinmöchte zahlt man nur 2RMB (weniger als 0,20 €) pro Fahrt – da sollten sich die deutschen Verkehrsbetriebe mal eine Scheibe abchneiden. Wir mussten dreimal umsteigen und jedesmal schien es, dass die U-Bahn älter wird. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir das andere Ende Beijings, von dort gings weiter mit dem Taxi. Am Ziel angekommen lenet wir auch schon die erste Lektion für den heutigen Tag – in China gibt es keine Sehenswürdigkeit ohne Eintrittsgelder zu bezahlen (dies sollten wir an den kommenden Tagen noch mehrmals spüren).

Zum neuen Sommerpalast lassen wir am besten Bilder sprechen – oder seid Ihr an den Fakten wirklich interessiert? Dann empfehle ich euch einfach unverbindlich unseren besten Freund Wikipedia. (nun auch wieder frei zugänglich - ist in China gesperrt ....)

Danach eilten wir zum alten Sommerpalast weiter – wobei das kein Palast mehr ist, sondern nur noch einem schönen Park gleicht, da die bösen Europäer alles zerstörten. Im Sommer bei 30°C ist es betimmt schön dort zu sein, bei around 10°C eher weniger schön, um nicht zu sagen verdammt ungemütlich.

Zurück im Hostel trafen wir dann Anselm, der nun auch zu uns gefunden hatte – somit waren wir nun komplett. Zum Abendessen ging es in ein kleines Restaurant, in dem es außer Chickenwings und leckeren Beilagen nichts anderes gab. Wer braucht schon eine große Vielfalt – es hat super geschmeckt! Den Rest des abends verbrachten wir wieder in der Bar, wobei es diesmal nicht allzu lange wurde J

Sonntag, 16. März 2008

Da war die Tür zu...

...und im Zimmer waren meine Studentenkarte, meine Zimmer-Keycard und mein Geld.

Aber von Anfang an der Geschichte.

Es war an einst an einem wunderschönen Samstag in Kowloon, Hong Kong, die Sonne lachte und ich war allein im Zimmer, Wolf weit und breit nicht zu sehen. Ich kam auf die glorreiche Idee, auf dem Sonnendeck unseres Wohngebäudes zu lernen. Bräunen und lernen im März hört sich ja meiner Meinung nach, nach einer guten Idee an. Also die sieben Sachen gepackt, bis auf eben die oben genannten unwichtige Utensilien.

Das war aber auch nicht weiter schlimm, da ich es, als ich die Tür ins Schloss zog eh nicht bemerkt habe. Das ganze bemerkte ich eine gute Stunde später auf.

Kein Problem dachte ich mir, ich hab die Klotür nicht abgesperrt, also kann ich vielleicht über unsere Duschkompanen wieder zurück ins Zimmer. Aber zu früh gefreut, die waren natürlich nicht da, sind wohl beide übers Wochenende heim gefahren. Nichts desto trotz hab ich die folgenden 1,5 h damit gebracht in regelmäßigen Abständen bei denen zu klopfen. Leider ohne Erfolg.

Langsam machte das Lernen auch keinen Spaß mehr, die Haut war schon wieder etwas rot, Wolf aber immer noch nicht da und auch meine Lieblingsputzfrau die mich immer aus/anlacht (wer weiß das schon) war auch nicht in der Nähe.

Also wurde die letzte Alternative gezogen, runter zu den Security Leuten.

- "Excuse me, I forgot my keycard in the room, and I need somebody to open the door for me"

+"...."
(danke für die Antwort, die Dame schaute mich nur fragend an)

-"I FORGOT MY KEYCARD AND I NEED..."
(da wurde ich auch schon unterbrochen, weil sie sich einen Chinesen als Dolmetscher geschnappt hat.

* "???"
(auch hier danke fürs Gespräch)


Zum Glück war gerade einer meiner Floormates (Stockwerksmitbewohner) in der Nähe, und dem hatte ich mein Problem schon erklärt. Aber jetzt beginnt die eigentlich Odyssee.

Ich musste also das Studentenwohnheim verlassen, was ja eigentlich nicht geht ohne Studentenkarte, also Formular ausfüllen, dazu musste ich meinen Studentennummer wissen, die wiederrum steht auf meiner Studentenkarte die im Zimmer lag. Mit Müh und Not hab ich mich dran erinnert. (Zum Glück hat mich keiner nach meiner Hdy-Nr gefragt, die kann ich bis heute nicht) Dann durfte ich also endlich das Wohnheim verlassen. Bahnte mir den Weg zum Office der für die Wohnheimsverwaltung zuständig ist und trug dort meinen Lieblingssatz vor. "Excuse me, I forgot......"
Hier musste ich nun meine Zimmernummer, Studentennummer und sonstige Angaben machen, um einen kleinen Wisch zu bekommen, mit dem ich mich wieder beim Security Guard melden sollte. Also wieder zurück zum Wohnheim, mich auch brav in die Liste eintragen, dass ich jetzt wieder IM WOHNHEIM bin und ohne mich zu scannen reingekommen bin. (Was für ein Aufwand).
Ich zeigte meiner neuen besten Freundin den Zettel. Nachdem sie aber alleine unten saß, konnte sie UNMÖGLICH weg. Also schnell per Funk ne Kollegin gerufen. Die riss mir den Wisch aus der Hand und stiefelte los. Fast wäre Sie ohne mich Aufzug gefahren...tststs unglaublich.

Oben angekommen, hat sie mir ENDLICH meine Tür aufgemacht. Für den ganzen Hickhack musste ich auch noch 20 HKD zahlen. Naja Lehrgeld. Ich schwöre ich werde nie wieder, NIE WIEDER, meine Karte vergessen. Zu mindestens wenn keiner sonst da ist.

So das Wochenende ist jetzt fast rum, morgen ist unser Mid-term und danach geht es für 6 Tage nach Beijing (Peking kennt hier keiner). Für die nächste Woche herrscht also Funkstille...

In diesem Sinne, jetzt schon FROHE OSTERN und viel Spaß beim Eier suchen.



Samstag, 15. März 2008

Tian Tan - Big Buddha

Wie von Wolf angekündigt, der kurze Einblick zu Big Buddha. Der Ausflug fand unter dem Vorwand statt, was sind schon Noten im Vergleich zu der Erfahrung.

Das Bild entstand bei schönstem Sonnenschein, als ich nicht dabei war.

Big Buddha ist eine riesige Buddha Statue auf Lantau Island und gehört zu den Attraktionen Hong Kongs. Abgesehen davon, dass die Statue keinerlei religiöse Hintergründe hat und vom Hong Kong Government in den 90er Jahren gebaut wurde um mehr Touristen anzulocken, um neben dem Shoppingparadies eben auch noch etwas kulturelles anzuschauen, aber den genaue Geschichte findet ihr bei Wikipedia.


Allein die Anreise ist schon ein Erlebnis für sich, es geht mit der Ngong Ping 360 (Seilbahn) von der MTR-Station direkt hoch ins Ngong Ping Village, das wohl als einzig großer Souvenirladen konzipiert ist. Jedoch von hier sieht man ihn schon, BIG BUDDHA.

Doch um ihm wirklich nah zu sein, muss man die unzähligen Stufen bis nach oben hochklettern, natürlich ist hier, nach Hong Kong Sitte, der Aufgang und der Abgang klar von einer getrennt, wobei man auf der rechten Seite hoch geht und auf der linken Seite runter, auf der Straße ist jedoch links Verkehr angesagt, also immer schön flexibel bleiben. Oben angekommen, kann man die 250 Tonnen Bronze die auf eine Höhe von 34m zu Buddha geformt wurden also bewundern. Also ernster Deutscher darf man schon mal aus der Reihe fallen…

Danach ging es weiter nach zum Wisdom Path

, darunter darf man sich Baumsteinscheite vorstellen, die mit chinesischen Schriftzeichen

beschriftet sind. Diese erklären die Grundzüge des Buddhismus. Nachdem ich leider nichts entziffern konnte, hab ich mir einen gemütlichen Platz gesucht und mir das Geschehen von oben angeschaut.

Small Buddha?

Ich habe dort meinen neuen Lieblingsplatz in Hong Kong gefunden, es war ruhig und es gab viel Natur, was in Hong Kong eigentlich ein Fremdwort ist.

Frei in Hong Kong



Unterwegs auf Steinen

Freitag, 14. März 2008

Life isn't all beer and skittles!


Ein Sprichwort das im Moment sehr gut zu unserm Lebensstil passt - neben Skittles & Bier am Abend, spüren wir tagsüber dass eben Skittles & Bier nicht alles ist. Übersetzung gibts hier.

Nachdem wir uns die letzten Tage mit Büchern um die Ohren geschlagen haben, haben wir unseren gestrigen Abend mal wieder in Lan Kwai Fong verbracht. Mittlerweile sind wir auch soweit, das wir die Nacht im Polohemd verbringen können – der Sommer ist da.

Bastl & die Frauen :)

Aufnahme während der Rückfahrt aus dem Taxi im Harbour Tunnel - einfach ein gelungenes Bild

Im Taxi auf der Rückfahrt ...

Gegen halb fünf heute Morgen sind wir dann wieder langsam in der Hall eingetroffen, ins Bett bin ich aber erst um 7.15 gefallen – fragt nicht warum, aber ich bin auf einer Parkbank vor der Hall einfach eingeschlafen und nur durch eine sorgenvolle/fragende SMS von Bastl im Hellen wieder aufgewacht. War wohl doch etwas spät gestern – glücklicherweise blieb der Hang-over am heutigen Tag aus und ich bin nur etwas müde (mein lieber, lieber Roommate hat die Nacht nämlich schon um 11.00 heute Morgen als beendet erklärt).

Noch am schlafen - kurz danach hat jemand beschlossen, dass de Nacht vorbei ist!!!

Solche Abende müssen auch mal sein - auch wenn sie seltener geworden sind, als in den ersten Wochen , ist es nach wie vor immer ein riesen Spaß. Auch, oder gerade wegen den vielen Leuten aus der ganzen Welt, die man hier immer trifft. Vom Backpacker, über die normalen Touristen, zu den Piloten & Stewardessen, zu den Bankern weiter zu den Studenten und natürlich den Locals trifft man hier alles und lernt jedes Mal neue Leute kennen ... Wo sonst auf der Welt gibts das?

Der Weg in die Hall war auch mal wieder eine Sache für sich – der Taxifahrer wollte anfangs einfach nicht verstehen wo wir hinwollen. Baptist University, Hong Kong Baptist University, Kowloon, Kowloon City – alles brachte keinen Erfolg, erst der Hinweis auf das Jackie Chan Haus, welches um die Ecke ist brachte die Lösung des Erfolgs. Wir sind halt doch in China & Englisch ist nicht die Weltsprache mit der alle Probleme gelöst werden können …Passend dazu wurde heute bekanntgegeben, dass die USA nicht mehr das Land mit den meisten Internetnutzern ist - KLICK.

Während Bastl dann heute Lantau Island mit seinem Big Buddha erkundete, stand bei mir außer etwas Lernen nicht viel auf dem Programm. Eine Berichterstattung über Big Buddha & Co. folgt dann die Tage.

Stay tuned & enjoy your life!

Mittwoch, 12. März 2008

Study study study

Die Langweiler melden sich wieder zurück.


Wir entschuldigen uns mal wieder für unsere maue Berichterstattung, aber zur Zeit sieht unser Alltag recht bescheiden aus. Wir stehen morgens auf, gehen in die Vorlesung, schlagen uns mit Kommilitonen jeglicher Nation rum, um sie zu Gruppen-Meetings zu prügeln oder irgendwelche Assignments zu schreiben. Desweiteren lernen wir zur Zeit auf zwei Mid-Term Exams.

Die einzige Ablenkung und Entspannung ist zu Zeit das Fitnesscenter und die Tatsache, dass wir am Montag für 6 Tage nach Peking fliegen und im Gegensatz zu Shanghai haben wir diesmal eine Chinesin dabei, die auch Exchange Studentin an der HKBU ist. Somit wird das ein einmaliger Trip.

Das weitere Abenteuer an der Reise ist der Flug, wir werden diesmal nicht aus HK starten, sondern von Shenzhen (die Grenzstadt in China und unser Massageplace) aus abfliegen. Die Flüge von dort sind etwas günstiger, um nicht zu sagen um 50% geringer.

Das ist zur Zeit unser Lichtblick und wir freuen uns schon riesig drauf. Diesmal werden wir keinen Laptop dabei haben, somit gibt es keine Live Berichterstattung aus der Olympia Stadt.

Wir freuen uns wenn Ihr uns als Leser treu bleibt, auch wenn wir zur Zeit nicht so viel erleben.

Samstag, 8. März 2008

Die Zeit verfliegt

Nach 2 Monaten in Hong Kong ist es mal wieder Zeit für ein Resümee.

Wir leben erstaunlicher Weise gut auf unseren gefühlten 2 m² und haben dank verschiedenster Mittel wie Paketband, Sekundenkleber und Kabelbinder unser Zimmer zweckmäßig eingerichtet. Vor allem auf unsere Wäscheleinenkonstruktion sind wir besonders stolz. Auch sind wir uns noch nicht gegenseitig an die Kehle gegangen, was man ja eigentlich vermuten könnte, wir leben harmonisch zusammen. Am Anfang haben wir von einer anderen Exchange Studentin den Satz gehört, “if you can handle it to live 5 month together with a person in this tiny room, you can marry him or her“ (keine Angst Katharina, ich bin an Wolf nicht interessiert). Wir versuchen auch nach wie vor so wenig Zeit wie möglich in unserem Luxusapartment zu verbringen. Wobei wir dank der lästigen Universität doch öfters am Schreibtisch sitzen um zu lesen, lernen oder Gruppen Meetings zu organisieren. Man könnte glatt meinen wir wären zum Studieren nach Hong Kong gekommen.

Sollten wir jetzt die HK Locals charakterisieren würden wir es ungefähr so aussehen. Sie sind alle zwischen 160 – 170 cm groß dunkle Haare, man sieht sie entweder mit Handy Headset telefonierend, Ipod im Ohr oder wahlweise mit einer PSP oder NDS rumlaufen. Allerdings kann man es nicht unbedingt immer laufen nennen, trödeln um bummeln würde es eher treffen. Gleichzeitig sind sie auch sehr bemüht ihre Sohle abzulaufen, den Schlurfen scheint hier groß in Mode zu sein. Aber alle sind recht freundlich und versuchen einem auch zu helfen wenn sie kein Englisch sprechen. Sie sind auch sehr interessiert an den Westlern. So bin ich z.B. in der Sauna mit einem chinesischen Arzt ins Gespräch gekommen…

Desweiteren finde ich die Stadt und die Skyline nach wie vor beeindruckend. Obwohl wir beide schon etwas abgestumpft sind und nicht mehr mit dem Kopf im Nacken durch die Gegend laufen und wir es normal finden wenn man sich in einer großen Menschenmenge bewegt. Hong Kong ist eine hektische Stadt und schläft nie. Was hier jedoch fehlt, finde ich sind Grünflächen. Hier gibt es zwar Parks, aber die sind mit Steinplatten ausgelegt und mit Teichen und Brunnen ausgestattet.

Weiter verwunderlich ist, dass, zu mindestens ich, immer noch Gewicht verliere, obwohl wir ganz normal essen (vielleicht ab und zu ein bischen Vitaminarm). Aber auch das wird sich spätestens zu Hause wieder normalisieren. Hoffentlich passt der Anzug dann noch…

Wir werden versuchen Euch in Zukunft wieder mehr mit Erlebnisberichten zu versorgen. Schließlich fängt bei uns jetzt die Strandsaison an und wir wollen auf Inselerkundungstour gehen.

Bis jetzt war es die beste Entscheidung nach Hong Kong zu gehen.

So long...

Mittwoch, 5. März 2008

Bilder die zweite ...

So, hier noch ein paar mehr Fotos vom Geburtstag ....


Bevor es los ging
Der Geburtstagskuchen

Die letzten Vorbereitungen


Verbotene Alkoholika ;), dazu noch nach 23.00 Uhr aus dem Zimmer - Glück gehabt!

Happy Corner lässt grüßen ...

Er sieht doch gar nicht so unglücklich aus.


Ein letztes Video folgt noch, sobald wir rausgefunden haben, wie wir 200MB *.avi Datei kleiner bekommen :)
So, zwei Wochen zu spät kann ich nun endlich ein Video und ein paar Bilder von Bastls Überraschungsparty nachliefern. Nachdem der gute Junge ja leider krank im Bett liegen musste und de Tod nahe war – haben wir uns entschlossen um 0.00 Uhr einfach unser Zimmer zu stürmen. Vorher haben wir noch kurz eine kleine Geburtstagstorte und eine Flasche Sekt organisiert.Kurz nach Zwölf war es dann soweit rund 15 Studenten aus sechs Nationen enterten unser Zimmer. Bastl schien mehr als überrascht – wann hat man sonst nochmal in Hong Kong Geburtstag?

Nach dem traditionellen westlichen Hand-Shake und dem ersten Sekt ging es auf zur chinesischen Geburtstagszeremonie - genannt „Happy Corner“. Vier kleine Chinesen packten Bastl an Armen und Beinen, zogen seine Beine auseinander und versuchten Ihm eine Türkante zwischen den Beine zu reiben – Zitat unseres Nachbarn "We rub the most important thing of a man on a corner, so he has fun ..." - was bleibt uns da anderes zu sagen, als "Andere Länder, Andere Sitten" ... Das eigentlich spaßige war, das die vier kleinen Männer es kaum schafften Bastl anzuheben :)

Kommentare über die Art & Weiße wie ich das Kaugummi kaue verbiete ich mir ... :)Ein Abschlussbild der beiden Geburtstagskinder ...


Um kurz nach drei verabschiedete sich dann auch der letzte aus unserem Zimmer und die Nacht konnte beginnen.

Montag, 3. März 2008

Mid Term, die zweite ...

Heute morgen 8.30 hatten wir unser zweites Mid Term Exam - "World of Business“. Wir hatten es uns aufregender vorgestellt, als es dann wirklich war. 40 Multiple Choice Fragen über den vorangegangenen Stoff. Die Dozentin meinte ihren Focus auf Business Ethics festzulegen – es stellte sich mehr als einmal die Frage was die gute Frau hören möchte …

Das vorangegangene Wochenende war spekatakulär unspektakulär. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Lernens. Langsam kehrt hier der Sommer wieder ein und so konnten wir auf dem Sonnendeck unserer Hall den Sommer genießen und etwas lernen. Naja, der Tag blieb nicht ohne Folgen, Bastl hat den ersten Sonnenbrand der Saision …. Den Rest des Wochenende machte Bastl machte noch etwas Program mit seiner Schwester. Langsam nimmt uns der Alltag in Beschlag, die Zeit als Tourist ist mittlerweile vorbei.

Samstag Morgen hab ich den Tag erstmal mit "Sunk Costs" gestartet - beim morgendlichen Gang auf die Toilette habe ich meinen Geldbeutel/Geldklammer mit allen Scheinen & Karten im Klo versenkt - weiß der Geier wie ich das geschafft habe. Mit blieb also nichts anderes übrig als ins Klo zu greifen und ihn wieder rauszuholen :/ - Nach dem Abspülen unter heißem Wasser und etwas Desinfektionsmittel hat das Leder, die Scheine & Karten den Zwischenfall ohne Folgeschäden überstanden :) Aber ich habe im ersten Moment "etwas" geflucht - Rumpelstizlchen eben.

Am Abend sind wir nochmals kurz in den 19. Stock aufs "Sonnendeck" gefahren um ein paar Bilder vom Sonnenuntergang zu machen.

Samstagnacht ging es dann mal wieder nach Lan Kwai Fong auf Hong Kong Island. Einige von uns gingen kräftig feiern, ich verbrachte die Nacht mit ein paar anderen in einer Straßenbar mit einer Shisha und etwas Bier – ganz gemütlich eben ….

Aufgrund der komplett geänderten Reisepläne von Katharina sitze ich im Moment her mit Wollpullovern, langen Hosen und gerade mal 4 Polohemden und ein paar T-Shirts. Was folgt daraus? Richtig, ich musste mich gestern erstmal neu einkleiden gehen. Es gibt wohl keinen besseren Ort als Hong Kong dafür. Nach fünf Stunden kam ich dann erfolgreich wieder in Hall an. Nun bin ich um ein paar Polohemden und eine kurze Hose glücklicher.

Heute Abend steht nun der Abschied von Bastls Schwester an – so schnelle vergehen 11 Tage …

Samstag, 1. März 2008

Hong Kong, die Sonne scheint, der Schlauch liegt und der Anzug sitzt.

So eine Woche nachdem wir das erstemal beim Schneider waren, sind unsere Sachen fertig. Sie passen wir angegossen (wie sollte es auch anders sein) und wir beide sind sehr zufrieden und dank des günstigen Dollar / Euro Kurses und der fixen Koppelung des Hong Kong Dollars an die US-Währung wurde das Bezahlen auch erträglich. Wir können nur jedem empfehlen, der auch in HK ist, mal beim William Cheng & Son vorbeizuschauen. Adresse gibt es auf Anfrage.

Desweiteren war heute der erste richtige warme Tag seit langem und es war mal wieder möglich mit kurzer Hose und T-shirt draußen zu sitzen. Leider blieb dies nicht ohne Folge, ich habe einen schönen Sonnenbrand auf den Armen, hey und das Anfang März, macht das mal nach. Wobei ich gehört habe, dass es in good old Germany auch die Sonne scheint.

Während unseres Freilaufes konnten wir die chinesische Ineffektivität wieder einmal feststellen. Wir saßen vor einer ca. 120 m² großen Rasenfläche (soweit man dieses traurige Grünzeug Rasen nennen kann) und es war wohl Zeit zum gießen. Dies sah so aus. Eine Angestellte eines outgesourcten Gartenbetriebes, lief mit 2 Wasserschläuchen auf die Wiese und deponierte sie an unterschiedlichen Stellen, eine am Rand weiter links und den anderen weiter in der Mitte rechts (Blickwinkel, wie wenn man vor der Wiese steht). Sie stelle das Wasser an und lies die Schläuche 15 min laufen, da die Rasenfläche leicht abschüssig war, lief alles über den Rasen, auf der anderen Seite runter, schön in den Abfluss. Nach der besagten Zeit, kam sie wieder, wässerte lieblos die Umgebung, und verlegte die Schläuche minimal. Sie lagen aber immer noch im längst vorhandenen Sumpfgebiet. Nach weiteren 20 min kam sie wieder, und wiederholte das Spielchen, Position verändern und „gießen“ der Restrasenfläche. Nach insgesamt 45 Minuten wurde dann das Wasser endlich abgestellt, wobei ein Großteil einfach nutzlos in die Kanalisation geflossen ist, aber ist ja kein Problem, Hong Kong hat ja genügend Wasserreserven.

Wolf und ich habe unbewusst und ohne jeden Zusammenhang über Arbeitsprozesse, Effektivität und Erfolgskontrolle diskutiert und waren beide der Meinung, dass man hier so einiges verändern und mit weniger Man Power erreichen könnte. Aber wenn man eine Arbeitslosenquote von fast 0% erreichen möchte und die Personalkosten eh minimal sind, kann man es auch so weiterlaufen lassen...

Wir verabschieden uns also mit den Worten unseres geschätzten Professors: „SYSTEM, Sie brauchen ein SYSTEM und PROZESSE.“